Sie hält den Vorhang offen und blickt zu den ankommenden Soldaten.
Die Bibel in der Kunst · Richter
Jael und Sisera
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Doré zeichnete diese Szene für die „La Sainte Bible“, die große illustrierte Bibel, die Alfred Mame 1866 in Tours herausgab. Ein Berufsstecher, A. Ligny, schnitt die Zeichnung in einen Hirnholzblock und signierte unten rechts.
Im dunklen Zelt hebt Jael den schweren Vorhang und blickt ruhig hinaus. Zu ihren Füßen liegt Sisera mit dem Gesicht nach unten in seinem Schuppenpanzer, sein runder Schild steht daneben. Durch die Öffnung kommen unter einem stürmischen Abendhimmel Baraks Soldaten mit Speeren heran.
Aus dem Text
- Jael „nahm einen Nagel von der Hütte und einen Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein“ (Richter 4,21)
- Barak kommt bei der Verfolgung heran, und sie spricht: „Gehe her! ich will dir den Mann zeigen, den du suchst.“ (Richter 4,22)
- „lag Sisera tot, und der Nagel steckte in seiner Schläfe“ (Richter 4,22)
Vom Künstler
- Der Nagel und die Wunde sind nicht zu sehen – Sisera liegt mit dem Gesicht nach unten, von uns abgewandt
- Sisera im Schuppenpanzer mit einem runden Metallschild, wie ein Ritter
- Das Zelt als hohe Halle aus schweren, herabhängenden Vorhängen
Details
Der Feldhauptmann liegt in seiner Rüstung mit dem Gesicht am Boden.
Soldaten mit Speeren und Schilden kommen in der Dämmerung zum Zelt.
Siseras runder Schild lehnt in der dunklen Ecke des Zeltes.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 1, Warsaw: M. Glücksberg, 1873 (acc. 75.267 A), tabl. 52 · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
