In einen Brokatumhang gehüllt; das Kind hält sich an ihr fest und blickt uns an.
Die Bibel in der Kunst · Matthäus
Die Flucht nach Ägypten
Carpaccio · c. 1515
National Gallery of Art, Washington
Vittore Carpaccio, am bekanntesten für seine großen Erzählbilder für die Bruderschaften Venedigs, malte diese Tafel um 1515. Ein Jahrhundert lang hing sie in den Königlichen Museen zu Berlin, bevor sie 1937 nach Washington kam.
Die Familie zieht wie ein Fries von links nach rechts durch das Bild: Joseph schreitet voran und blickt zurück, und Maria reitet hinter ihm, das Kind in den Armen. Die Landschaft ist nicht Ägypten oder Judäa, sondern das grüne Land des Veneto, mit einem Fluss, einer Brücke und blauen Hügeln.
Aus dem Text
- Die Warnung des Engels an Joseph im Traum (Matthäus 2,13)
- „Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland“ (Matthäus 2,14)
Vom Künstler
- Eine helle Tageslandschaft, obwohl der Text sagt, dass sie bei Nacht aufbrachen
- Ein Esel für Maria – der Text sagt nicht, wie sie reisten
- Marias Umhang aus blauem und goldenem Brokat, wie ein venezianischer Stoff
- Das Land, der Fluss und die Dörfer Norditaliens
Details
In einem roten Umhang über einem blauen Gewand, auf einen Stab gestützt, zurückblickend.
An einem Strick geführt, mit einem messingbeschlagenen Zaumzeug.
Ein kleines Dorf und blaue Gipfel am Horizont.
Vittore Carpaccio, Venetian, c. 1465–1525/1526. National Gallery of Art, Washington (Andrew W. Mellon Collection, 1937.1.28) · Oil on panel · NGA Open Access: "Images of these works are available free of charge for any use, commercial or non-commercial, under Creative Commons Zero (CC0)." (NGA open data: published_images.csv openaccess = 1)
