Ein junger bärtiger Mann blickt in Gedanken versunken hinab.
Die Bibel in der Kunst · Daniel
Daniel
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Diese Tafel eröffnet in Dorés Bibel das Buch Daniel. Sie wurde von C. Laplante gestochen; das hier gezeigte Exemplar stammt aus der Warschauer Ausgabe von 1873–1874 mit der Übersetzung von Wujek und wird in der Polnischen Nationalbibliothek aufbewahrt.
Der junge Daniel, bärtig und in gestreiftem Mantel, steht mit der Hand auf einer entrollten Schriftrolle, die über einen Stein gelegt ist. Hinter ihm gehen oder ruhen Männer auf den Stufen eines riesigen Stufenbaus, und dahinter fällt Licht auf einen breiten Fluss. Daniels Gestalt bleibt dunkel vor dem hellen Himmel.
Aus dem Text
- Der König ließ Knaben wählen „vom königlichen Stamm und Herrenkinder“ (Daniel 1,3)
- Sie sollten „lernen chaldäische Schrift und Sprache“ (Daniel 1,4)
- Unter ihnen waren Daniel, Hananja, Misael und Asarja (Daniel 1,6)
Vom Künstler
- Ein Stufenturm wie ein mesopotamischer Tempelturm hinter den Gestalten
- Ein breiter Fluss und ein fernes Ufer, Dorés Bild der Landschaft Babels
- Daniel allein vorn mit einer Rolle; seine drei Gefährten sind nicht hervorgehoben
Details
Eine entrollte Schriftrolle liegt unter seiner Hand über einem Steinblock.
Rechts erheben sich riesige Terrassen übereinander.
Jemand sitzt auf den Stufen, das Kinn in die Hand gestützt.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
