Ein Lichtschein bricht aus der Wand, mit glühenden Buchstaben darin.
Die Bibel in der Kunst · Daniel
Belsazars Gastmahl
John Martin · 1826
National Gallery of Art, Washington
1820 machte sich John Martin, ein junger Maler aus Nordengland, mit einem riesigen Gemälde von Belsazars Gastmahl einen Namen; in London strömten die Menschen herbei, um es zu sehen. 1826 schuf er selbst diesen großen Druck danach, in Schabkunst, und er wurde von Hand koloriert.
Das Gastmahl füllt eine endlose Säulenhalle, die sich zu einem Nachthimmel öffnet, mit einem Stufenturm in der Ferne. Ganz links bricht ein Lichtschein mit glühenden Buchstaben aus der Wand. In der Mitte zeigt ein Mann in Schwarz darauf, während die Gäste zurückweichen.
Aus dem Text
- Ein großes Mahl für tausend Gewaltige, mit Wein (Daniel 5,1)
- Goldene und silberne Gefäße aus dem Tempel zu Jerusalem (Daniel 5,2)
- Finger schrieben „gegenüber dem Leuchter“ auf die Wand (Daniel 5,5)
- Daniel liest die Schrift: „Mene, mene, Tekel, U-pharsin“ (Daniel 5,25)
Vom Künstler
- Eine Stadt aus gewaltigen Hallen, Terrassen und Türmen, vom Maler erdacht
- Ein hoher Stufenturm im Hintergrund, wie auf Bildern vom Turmbau zu Babel
- Der Leuchter als siebenarmige Menora gezeichnet
- Gewitterwolken, Blitze und der Mond über der Szene
Details
Ein bärtiger Mann streckt den Arm zur Schrift aus – der Prophet Daniel, der sie liest (Daniel 5,25).
Ein großer siebenarmiger Leuchter steht an der Wand.
Goldene Becher und Schalen drängen sich auf der Festtafel.
Ein hoher Turm ragt vor dem stürmischen Himmel auf.
Eine Schlange windet sich am Rand um eine Säule.
John Martin, British, 1789–1854. National Gallery of Art, Washington (Gift of Mr. and Mrs. William Benedict, 1978.86.5) · Hand-colored mixed media intaglio (mezzotint) · NGA Open Access: "Images of these works are available free of charge for any use, commercial or non-commercial, under Creative Commons Zero (CC0)." (NGA open data: published_images.csv openaccess = 1)
