Er blickt ins Licht hinauf, die Hände an der Brust.
Die Bibel in der Kunst · Daniel
Daniel in der Löwengrube
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Der Stecher Piaud signierte diese Tafel unten rechts. In diesem Exemplar hat sich ein brauner Fleck über die Mitte des alten Blattes ausgebreitet, doch der Stich selbst bleibt scharf, von den Mähnen der Löwen bis zur Maserung des Felsens.
Ein Lichtstrahl fällt aus einer Öffnung oben auf Daniel, der in hellem Gewand dasteht, die Hände an der Brust, und aufblickt. Um ihn liegen, schleichen und starren im Halbdunkel etwa sieben Löwen; einer klettert hinter ihm auf einen Felsen. Knochen liegen auf dem sandigen Boden.
Aus dem Text
- „sie warfen ihn zu den Löwen in den Graben“ (Daniel 6,16)
- „Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Tür am Graben“ (Daniel 6,17)
- „der den Löwen den Rachen zugehalten hat, daß sie mir kein Leid getan haben“ (Daniel 6,22)
Vom Künstler
- Licht strömt von oben herein, obwohl der Text von einem Stein spricht, der die Grube verschließt
- Daniel jung und langhaarig, obwohl er zur Zeit des Königs Darius schon viele Jahre in Babel gedient hatte
- Trockene Knochen auf dem Boden der Grube
Details
Ein breiter Strahl fällt schräg durch die dunkle Höhle.
Eine Löwin klettert mit erhobenem Schwanz hinter ihm auf den Felsen.
Ein Schädel, ein Brustkorb und lose Knochen liegen im Sand.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
