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Alltag
Freundschaft in der Bibel
Stellen der Lutherbibel 1912 (45), Zeile für Zeile, nach Naves Topical Bible.
- Ein Freund liebt allezeit; ein Bruder wird für die Not geborenSpr 17:17
Die Verse
Spr 17:17Ein Freund liebt allezeit, und als ein Bruder wird er in Not erfunden.
- Mancher Freund hängt fester an als ein BruderSpr 18:24
Die Verse
Spr 18:24Ein treuer Freund liebt mehr uns steht fester bei denn ein Bruder.
- Die Schläge des Freundes meinen es gutSpr 27:6
Die Verse
Spr 27:6Die Schläge des Liebhabers meinen's recht gut; aber die Küsse des Hassers sind gar zu reichlich.
- Besser ein Nachbar in der Nähe als ein Bruder in der FerneSpr 27:10
Die Verse
Spr 27:10Deinen Freund und deines Vaters Freund verlaß nicht, und gehe nicht ins Haus deines Bruders, wenn dir's übel geht; denn dein Nachbar in der Nähe ist besser als dein Bruder in der Ferne.
- Eisen wetzt Eisen, und ein Mensch den andernSpr 27:17
Die Verse
Spr 27:17Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern.
- Setz deinen Fuß selten in das Haus deines Nächsten, sonst wird er deiner überdrüssigSpr 25:17
Die Verse
Spr 25:17Entzieh deinen Fuß vom Hause deines Nächsten; er möchte dein überdrüssig und dir gram werden.
- Ein lauter Segen früh am Morgen gilt als FluchSpr 27:14
Die Verse
Spr 27:14Wenn einer seinen Nächsten des Morgens früh mit lauter Stimme segnet, das wird ihm für einen Fluch gerechnet.
- Geselle dich nicht zu einem zornigen MannSpr 22:24–25
Die Verse
Spr 22:24–25Geselle dich nicht zum Zornigen und halte dich nicht zu einem grimmigen Mann; du möchtest seinen Weg lernen und an deiner Seele Schaden nehmen.
- Reichtum bringt viele Freunde; den Armen verlassen sieSpr 19:4, Spr 19:6
- Wer eine Sache aufrührt, entzweit FreundeSpr 17:9
Die Verse
Spr 17:9Wer Sünde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrührt, der macht Freunde uneins.
- Zwei sind besser als einer; eine dreifache Schnur reißt nicht leichtPred 4:9–12
Die Verse
Pred 4:9–12So ist's ja besser zwei als eins; denn sie genießen doch ihrer Arbeit wohl. Fällt ihrer einer so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der allein ist! Wenn er fällt, so ist keiner da, der ihm aufhelfe. Auch wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein einzelner warm werden? Einer mag überwältigt werden, aber zwei mögen widerstehen; und eine dreifältige Schnur reißt nicht leicht entzwei.
- Ein Vertrauter, der sein Brot aß, wandte sich gegen den PsalmistenPs 41:9, Ps 55:12–14
Die Verse
Ps 41:9Auch mein Freund, dem ich mich vertraute, der mein Brot aß, tritt mich unter die Füße.
Ps 55:12–14Wenn mich doch mein Feind schändete, wollte ich's leiden; und wenn mein Hasser wider mich pochte, wollte ich mich vor ihm verbergen. Du aber bist mein Geselle, mein Freund und mein Verwandter, die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause Gottes unter der Menge.
- Hiob klagt, dass seine Freunde sich gegen ihn gewandt habenHiob 6:14–15, Hiob 16:20, Hiob 19:19
Die Verse
Hiob 6:14–15Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert, der verläßt des Allmächtigen Furcht. Meine Brüder trügen wie ein Bach, wie Wasserströme, die vergehen,
Hiob 16:20Meine Freunde sind meine Spötter; aber mein Auge tränt zu Gott,
Hiob 19:19Alle meine Getreuen haben einen Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben sich auch gegen mich gekehrt.
- Bei der ersten Verteidigung des Paulus verließen ihn alle2Tim 4:16
Die Verse
2Tim 4:16In meiner ersten Verantwortung stand mir niemand bei, sondern sie verließen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet.
- Jesus: Niemand hat größere Liebe, als wer sein Leben für seine Freunde lässtJoh 15:13–15
Die Verse
Joh 15:13–15Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Ich sage hinfort nicht, daß ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr Freunde seid; denn alles, was ich habe von meinem Vater gehört, habe ich euch kundgetan.
Beispiele
- Abram rettet seinen Verwandten Lot mit 318 geübten Knechten1Mo 14:14–16
Die Verse
1Mo 14:14–16Als nun Abram hörte, daß sein Bruder gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis gen Dan und teilte sich, fiel des Nachts über sie mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, das zur Linken der Stadt Damaskus liegt, und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner Habe, auch die Weiber und das Volk.
- Ruth verlässt Naemi nicht: „Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen“Rut 1:16–17
Die Verse
Rut 1:16–17Ruth antwortete: Rede mir nicht ein, daß ich dich verlassen sollte und von dir umkehren. Wo du hin gehst, da will ich auch hin gehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, der Tod muß mich und dich scheiden.
- Samuel trauert um Saul1Sam 15:35, 1Sam 16:1
Die Verse
1Sam 15:35Und Samuel sah Saul fürder nicht mehr bis an den Tag seines Todes. Aber doch trug Samuel Leid um Saul, daß es den HERRN gereut hatte, daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte.
1Sam 16:1Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin: ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen.
- Jonathan liebt David wie sich selbst und schenkt ihm seinen Rock1Sam 18:1–4
Die Verse
1Sam 18:1–4Und da er hatte ausgeredet mit Saul, verband sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigen Herz. Und Saul nahm ihn des Tages und ließ ihn nicht wieder zu seines Vaters Haus kommen. Und Jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie sein eigen Herz. Und Jonathan zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.
- David und Jonathan küssen sich, weinen und trennen sich mit einem Eid1Sam 20:41–42, 1Sam 23:16–18
Die Verse
1Sam 20:41–42Da der Knabe hineinkam, stand David auf vom Ort gegen Mittag und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder, und sie küßten sich miteinander und weinten miteinander, David aber am allermeisten. Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin mit Frieden! Was wir beide geschworen haben im Namen des HERRN und gesagt: Der HERR sei zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen, das bleibe ewiglich. Und Jonathan machte sich auf und kam in die Stadt.
1Sam 23:16–18Da machte sich Jonathan auf, der Sohn Sauls, und ging hin zu David in der Heide und stärkte seine Hand in Gott und sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; meines Vaters Sauls Hand wird dich nicht finden, und du wirst König werden über Israel, so will ich der nächste um dich sein; auch weiß solches mein Vater wohl. Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem HERRN; und David blieb in der Heide, aber Jonathan zog wieder heim.
- Davids Klage: „Deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist“2Sam 1:26
Die Verse
2Sam 1:26Es ist mir Leid um dich, mein Bruder Jonathan: ich habe große Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist.
- Um Jonathans willen isst Mephiboseth stets an Davids Tisch2Sam 9:1, 2Sam 9:7
Die Verse
2Sam 9:1Und David sprach: Ist auch noch jemand übriggeblieben von dem Hause Sauls, daß ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonathans willen?
2Sam 9:7David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will Barmherzigkeit an dir tun um Jonathans, deines Vaters, willen und will dir allen Acker deines Vaters Saul wiedergeben; du sollst aber täglich an meinem Tisch das Brot essen.
- David zum Priester Abjathar: „Bleibe bei mir und fürchte dich nicht“1Sam 22:23
Die Verse
1Sam 22:23Bleibe bei mir und fürchte dich nicht; wer nach meinem Leben steht, der soll auch nach deinem Leben stehen, und sollst mit mir bewahrt werden.
- Hiram, der König von Tyrus, war immer Davids Freund gewesen1Kön 5:1
Die Verse
1Kön 5:1Und Hiram, der König zu Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo; denn er hatte gehört, daß sie ihn zum König gesalbt hatten an seines Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Leben lang.
- Davids Freund Husai bleibt beim Aufstand Absaloms treu2Sam 15:32–37, 2Sam 16:16–17
Die Verse
2Sam 15:32–37Und da David auf die Höhe kam, da man Gott pflegt anzubeten, siehe, da begegnete ihm Husai, der Arachiter, mit zerrissenem Rock und Erde auf seinem Haupt. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine Last sein. Wenn du aber wieder in die Stadt gingest und sprächest zu Absalom: Ich bin dein Knecht, ich will des Königs sein; der ich deines Vaters Knecht war zu der Zeit, will nun dein Knecht sein: So würdest du mir zugut den Ratschlag Ahithophels zunichte machen. Auch sind Zadok und Abjathar, die Priester, mit dir. Alles, was du hörst aus des Königs Haus, würdest du ansagen den Priestern Zadok und Abjathar. Siehe, es sind bei ihnen ihre zwei Söhne: Ahimaaz, Zadoks, und Jonathan, Abjathars Sohn. Durch die kannst du mir entbieten, was du hören wirst. Also kam Husai, der Freund Davids, in die Stadt; und Absalom kam gen Jerusalem.
2Sam 16:16–17Da aber Husai, der Arachiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, sprach er zu Absalom: Glück zu, Herr König! Glück zu, Herr König! Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Barmherzigkeit an deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
- Itthai, der Gathiter, will den fliehenden David nicht verlassen2Sam 15:19–21
Die Verse
2Sam 15:19–21Und der König sprach zu Itthai, dem Gathiter: Warum gehst du auch mit uns? Kehre um und bleibe bei dem König; denn du bist hier fremd und von deinem Ort gezogen hierher. Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns hin und her ziehen lassen? Denn ich will gehen, wohin ich gehen kann. Kehre um und deine Brüder mit dir; dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue. Itthai antwortete und sprach: So wahr der HERR lebt, und so wahr mein König lebt, an welchem Ort mein Herr, der König, sein wird, es gerate zum Tod oder zum Leben, da wird dein Knecht auch sein.
- König Ahasja besucht den verwundeten König Joram2Kön 8:28–29
Die Verse
2Kön 8:28–29Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Streit wider Hasael, den König von Syrien gen Ramoth in Gilead; aber die Syrer schlugen Joram. Da kehrte Joram, der König, um, daß er sich heilen ließ zu Jesreel von den Wunden, die ihm die Syrer geschlagen hatten zu Rama, da er mit Hasael, dem König von Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König Juda's, kam hinab, zu besuchen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel; denn er lag krank.
- Hiobs drei Freunde sitzen sieben Tage schweigend bei ihmHiob 2:11–13
Die Verse
Hiob 2:11–13Da aber die drei Freunde Hiobs hörten all das Unglück, das über ihn gekommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, daß sie kämen, ihn zu beklagen und zu trösten. Und da sie ihre Augen aufhoben von ferne, kannten sie ihn nicht und hoben auf ihre Stimme und weinten, und ein jeglicher zerriß sein Kleid, und sie sprengten Erde auf ihr Haupt gen Himmel und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, daß der Schmerz sehr groß war.
- Daniel bittet den König, seine drei Freunde zu befördernDan 2:17–18, Dan 2:49
Die Verse
Dan 2:17–18Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja, daß sie den Gott des Himmels um Gnade bäten solches verborgenen Dinges halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen.
Dan 2:49Und Daniel bat vom König, daß er über die Ämter der Landschaft Babel setzen möchte Sadrach, Mesach und Abed-Nego; und er, Daniel blieb bei dem König am Hofe.
- Jesus liebte Martha, ihre Schwester und LazarusLk 10:38–39, Joh 11:5, Joh 11:11
Die Verse
Lk 10:38–39Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu.
Joh 11:5Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus.
Joh 11:11Solches sagte er, und darnach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, daß ich ihn auferwecke.
- Der Neffe des Paulus warnt ihn vor einem AnschlagApg 23:16
Die Verse
Apg 23:16Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag hörte, ging er hin und kam in das Lager und verkündete es Paulus.
- Priscilla und Aquila setzten für Paulus ihr Leben aufs SpielRöm 16:3–4
Die Verse
Röm 16:3–4Grüßt die Priscilla und den Aquila, meine Gehilfen in Christo Jesu, welche haben für mein Leben ihren Hals dargegeben, welchen nicht allein ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden.
- Paulus über Timotheus: „Ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei“Phil 2:19–22
Die Verse
Phil 2:19–22Ich hoffe aber in dem HERRN Jesus, daß ich Timotheus bald werde zu euch senden, daß ich auch erquickt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzlich für euch sorgt. Denn sie suchen alle das ihre, nicht, das Christi Jesu ist. Ihr aber wisset, daß er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater hat er mir gedient am Evangelium.
- Epaphroditus, Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter des PaulusPhil 2:25
Die Verse
Phil 2:25Ich habe es aber für nötig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Gesandter und meiner Notdurft Diener ist;
Quellen
Nach Naves Topical Bible (Orville J. Nave, 1896; gemeinfrei): Themen ausgewählt, Zeilen gekürzt und in heutige Sprache gebracht, Deutungen weggelassen; jeder Vers geprüft.
Lutherbibel 1912 · Gemeinfrei