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Bestechung in der Bibel

Stellen der Lutherbibel 1912 (27), Zeile für Zeile, nach Naves Topical Bible.

  • Nimm keine Geschenke, denn Geschenke machen die Sehenden blind2Mo 23:8, 5Mo 16:19
    Die Verse
    2Mo 23:8Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
    5Mo 16:19Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenke nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
  • Verflucht, wer Geschenke nimmt, um einen Unschuldigen zu töten5Mo 27:25
    Die Verse
    5Mo 27:25Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, daß er unschuldiges Blut vergießt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
  • Samuel: „Aus wessen Hand habe ich ein Geschenk genommen?“1Sam 12:3
    Die Verse
    1Sam 12:3Siehe, hier bin ich; antwortet wider mich vor dem HERRN und seinem Gesalbten, ob ich jemandes Ochsen oder Esel genommen habe? ob ich jemand habe Gewalt oder Unrecht getan? ob ich von jemandes Hand ein Geschenk genommen habe und mir die Augen blenden lassen? so will ich's euch wiedergeben.
  • König Josaphat zu seinen Richtern: kein Ansehen der Person, keine Bestechung2Chr 19:7
    Die Verse
    2Chr 19:7Darum laßt die Furcht des HERRN bei euch sein und hütet euch und tut's; denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht noch Ansehen der Person noch Annehmen des Geschenks.
  • Wer darf bei Gott wohnen? Wer kein Geschenk annimmtPs 15:5, Jes 33:15
    Die Verse
    Ps 15:5wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke gegen den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.
    Jes 33:15Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht haßt samt dem Geiz und seine Hände abzieht, daß er nicht Geschenke nehme; wer seine Ohren zustopft, daß er nicht Blutschulden höre, und seine Augen zuhält, daß er nichts Arges sehe:
  • Aus den Sprüchen: Ein Geschenk öffnet Türen; eine heimliche Gabe stillt den ZornSpr 17:8, Spr 18:16, Spr 21:14
    Die Verse
    Spr 17:8Wer zu schenken hat, dem ist's ein Edelstein; wo er sich hin kehrt, ist er klug geachtet.
    Spr 18:16Das Geschenk des Menschen macht ihm Raum und bringt ihn vor die großen Herren.
    Spr 21:14Eine heimliche Gabe stillt den Zorn, und ein Geschenk im Schoß den heftigen Grimm.
  • Wer Geschenke hasst, wird lebenSpr 15:27
    Die Verse
    Spr 15:27Der Geizige verstört sein eigen Haus; wer aber Geschenke haßt, der wird leben.
  • Bestechung verdirbt das HerzPred 7:7
    Die Verse
    Pred 7:7Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildtätiges Herz.
  • Propheten klagen Fürsten und Richter an, die Geschenke liebenJes 1:23, Jes 5:23, Mi 3:11, Mi 7:3, Am 5:12
    Die Verse
    Jes 1:23Deine Fürsten sind Abtrünnige und Diebsgesellen; sie nehmen alle gern Geschenke und trachten nach Gaben; dem Waisen schaffen sie nicht Recht, und der Witwe Sache kommt nicht vor sie.
    Jes 5:23die den Gottlosen gerechtsprechen um Geschenke willen und das Recht der Gerechten von ihnen wenden!
    Mi 3:11Ihre Häupter richten um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um Geld, verlassen sich auf den HERRN und sprechen: Ist nicht der HERR unter uns? Es kann kein Unglück über uns kommen.
    Mi 7:3und meinen, sie tun wohl daran, wenn sie Böses tun. Was der Fürst will, das spricht der Richter, daß er ihm wieder einen Dienst tun soll. Die Gewaltigen raten nach ihrem Mutwillen, Schaden zu tun, und drehen's wie sie wollen.
    Am 5:12Denn ich weiß euer Übertreten, des viel ist, und eure Sünden, die stark sind, wie ihr die Gerechten drängt und Blutgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt.

Beispiele

  • Samuels Söhne nehmen Geschenke und beugen das Recht1Sam 8:3
    Die Verse
    1Sam 8:3Aber seine Söhne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigten sich zum Geiz und nahmen Geschenke und beugten das Recht.
  • Die Philisterfürsten bieten Delila Silber, damit sie Simson verrätRi 16:5
    Die Verse
    Ri 16:5Zu der kamen der Philister Fürsten hinauf und sprachen zu ihr: Überrede ihn und siehe, worin er solche große Kraft hat und womit wir ihn übermögen, daß wir ihn binden und zwingen, so wollen wir dir geben ein jeglicher tausendundhundert Silberlinge.
  • Asa sendet Silber und Gold des Tempels an Benhadad1Kön 15:18–19
    Die Verse
    1Kön 15:18–19Da nahm Asa alles Silber und Gold, das übrig war im Schatz des Hauses des HERRN und im Schatz des Hauses des Königs, und gab's in seiner Knechte Hände und sandte sie zu Benhadad, dem Sohn Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König zu Syrien, der zu Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold, daß du fahren lassest den Bund, den du mit Baesa, dem König Israels, hast, daß er von mir abziehe.
  • Ahas sendet Silber und Gold des Tempels an den König von Assyrien2Kön 16:8
    Die Verse
    2Kön 16:8Und Ahas nahm das Silber und Gold, das im Hause des HERRN und in den Schätzen des Königshauses gefunden ward, und sandte dem König von Assyrien Geschenke.
  • Ratgeber werden gedungen, um den Wiederaufbau des Tempels zu vereitelnEsr 4:5
    Die Verse
    Esr 4:5und dingten Ratgeber wider sie und verhinderten ihren Rat, solange Kores, der König in Persien, lebte, bis an das Königreich Darius, des Königs in Persien.
  • Semaja wird gedungen, um Nehemia in den Tempel zu scheuchenNeh 6:10–13
    Die Verse
    Neh 6:10–13Und ich kam in das Haus Semajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabeels; und er hatte sich verschlossen und sprach: Laß uns zusammenkommen im Hause Gottes mitten im Tempel und die Türen zuschließen; denn sie werden kommen, dich zu erwürgen, und werden bei der Nacht kommen, daß sie dich erwürgen. Ich aber sprach: Sollte ein solcher Mann fliehen? Sollte ein solcher Mann, wie ich bin, in den Tempel gehen, daß er lebendig bleibe? Ich will nicht hineingehen. Denn ich merkte, daß ihn Gott nicht gesandt hatte. Denn er sagte wohl Weissagung auf mich; aber Tobia und Saneballat hatten ihm Geld gegeben. Darum nahm er Geld, auf daß ich mich fürchten sollte und also tun und sündigen, daß sie ein böses Gerücht hätten, damit sie mich lästern möchten.
  • Haman bietet zehntausend Talente für einen Erlass gegen die JudenEst 3:9
    Die Verse
    Est 3:9Gefällt es dem König, so lasse er schreiben, daß man sie umbringe; so will ich zehntausend Zentner Silber darwägen unter die Hand der Amtleute, daß man's bringt in die Kammer des Königs.
  • Die Hohenpriester zahlen Judas dreißig SilberlingeMt 26:15
    Die Verse
    Mt 26:15und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.
  • Soldaten werden bezahlt, damit sie sagen, die Jünger hätten den Leichnam gestohlenMt 28:12–15
    Die Verse
    Mt 28:12–15Und sie kamen zusammen mit den Ältesten und hielten einen Rat und gaben den Kriegsknechten Geld genug und sprachen: Saget: Seine Jünger kamen des Nachts und stahlen ihn, dieweil wir schliefen. Und wo es würde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen und schaffen, daß ihr sicher seid. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehrt waren. Solches ist eine gemeine Rede geworden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.
  • Statthalter Felix hofft, dass Paulus ihm Geld gibtApg 24:26
    Die Verse
    Apg 24:26Er hoffte aber daneben, daß ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden, daß er ihn losgäbe; darum er ihn auch oft fordern ließ und besprach sich mit ihm.

Quellen

Nach Naves Topical Bible (Orville J. Nave, 1896; gemeinfrei): Themen ausgewählt, Zeilen gekürzt und in heutige Sprache gebracht, Deutungen weggelassen; jeder Vers geprüft.

Lutherbibel 1912 · Gemeinfrei