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Schulden und Darlehen in der Bibel
Stellen der Lutherbibel 1912 (28), Zeile für Zeile, nach Naves Topical Bible.
- Seid niemand etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebtRöm 13:8
Die Verse
Röm 13:8Seid niemand nichts schuldig, als daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt.
- Wer borgt, ist des Leihers KnechtSpr 22:7
Die Verse
Spr 22:7Der Reiche herrscht über die Armen; und wer borgt, ist des Leihers Knecht.
- Bürge nicht für Schulden, sonst nimmt man dir dein BettSpr 22:26–27, Spr 11:15
Die Verse
Spr 22:26–27Sei nicht bei denen, die ihre Hand verhaften und für Schuld Bürge werden; denn wo du es nicht hast, zu bezahlen, so wird man dir dein Bett unter dir wegnehmen.
Spr 11:15Wer für einen andern Bürge wird, der wird Schaden haben; wer aber sich vor Geloben hütet, ist sicher.
- Für den Nächsten gebürgt? Geh sofort und mach dich losSpr 6:1–5
Die Verse
Spr 6:1–5Mein Kind, wirst du Bürge für deinen Nächsten und hast deine Hand bei einem Fremden verhaftet, so bist du verknüpft durch die Rede deines Mundes und gefangen mit den Reden deines Mundes. So tue doch, mein Kind, also und errette dich, denn du bist deinem Nächsten in die Hände gekommen: eile, dränge und treibe deinen Nächsten. Laß deine Augen nicht schlafen, noch deinen Augenlider schlummern. Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie eine Vogel aus der Hand des Voglers.
Im Gesetz
- Kein Zins vom armen Bruder; vom Fremden war er erlaubt2Mo 22:25, 5Mo 23:19–20
Die Verse
2Mo 22:25Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben.
5Mo 23:19–20Du sollst von deinem Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit man wuchern kann. Von den Fremden magst du Zinsen nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf daß dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du vornimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen.
- Ein Mantel als Pfand wird bis Sonnenuntergang zurückgegeben2Mo 22:26–27, 5Mo 24:12–13
Die Verse
2Mo 22:26–27Wenn du von deinem Nächsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergeht; denn sein Kleid ist seine einzige Decke seiner Haut, darin er schläft. Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhören; denn ich bin gnädig.
5Mo 24:12–13Ist er aber ein Dürftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen über seinem Pfand, sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht, daß er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HERRN, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein.
- Der Gläubiger wartet draußen, bis das Pfand herausgebracht wird5Mo 24:10–11
Die Verse
5Mo 24:10–11Wenn du deinem Nächsten irgend eine Schuld borgst, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen, sondern du sollst außen stehen, und er, dem du borgst, soll sein Pfand zu dir herausbringen.
- Mühlsteine darf man nicht zum Pfand nehmen5Mo 24:6
Die Verse
5Mo 24:6Du sollst nicht zum Pfande nehmen den unteren und den oberen Mühlstein; denn damit hättest du das Leben zum Pfand genommen.
- Alle sieben Jahre werden die Schulden erlassen5Mo 15:1–3
Die Verse
5Mo 15:1–3Alle sieben Jahre sollst du ein Erlaßjahr halten. Also soll's aber zugehen mit dem Erlaßjahr: wenn einer seinem Nächsten etwas borgte, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn es heißt das Erlaßjahr des HERRN. Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.
- Ein Bruder, der sich verkauft, arbeitet wie ein Tagelöhner3Mo 25:39–41
Die Verse
3Mo 25:39–41Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen; sondern wie ein Tagelöhner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen. Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Väter Habe.
- Ein geliehenes Tier, das stirbt, muss voll ersetzt werden2Mo 22:14
Die Verse
2Mo 22:14Wenn's jemand von seinem Nächsten entlehnt, und es wird beschädigt oder stirbt, daß sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.
Beispiele
- Juda lässt sein Siegel, seine Schnur und seinen Stab als Pfand1Mo 38:17–18
Die Verse
1Mo 38:17–18Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis daß du mir's sendest. Er sprach: Was willst du für ein Pfand, das ich dir gebe? Sie antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den Händen hast. Da gab er's ihr und kam zu ihr; und sie ward von ihm schwanger.
- Alle Verschuldeten scharen sich um David1Sam 22:2
Die Verse
1Sam 22:2Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden und betrübten Herzens waren; und er war ihr Oberster, daß bei vierhundert Mann bei ihm waren.
- Ein Gläubiger will die zwei Söhne einer Witwe zu Knechten nehmen2Kön 4:1–7
Die Verse
2Kön 4:1–7Und es schrie ein Weib unter den Weibern der Kinder der Propheten zu Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, so weißt du, daß er, dein Knecht, den HERRN fürchtete; nun kommt der Schuldherr und will meine beiden Kinder nehmen zu leibeigenen Knechten. Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause denn einen Ölkrug. Er sprach: Gehe hin und bitte draußen von allen deinen Nachbarinnen leere Gefäße, und derselben nicht wenig, und gehe hinein und schließe die Tür zu hinter dir und deinen Söhnen und gieß in alle Gefäße; und wenn du sie gefüllt hast, so gib sie hin. Sie ging hin und schloß die Tür zu hinter sich und ihren Söhnen; die brachten ihr die Gefäße zu, so goß sie ein. Und da die Gefäße voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Lange mir noch ein Gefäß her! Er sprach: Es ist kein Gefäß mehr hier. Da stand das Öl. Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Gehe hin, verkaufe das Öl und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Söhne nähret euch von dem übrigen.
- „Es ist entlehnt!“ – eine Axt fällt in den Jordan2Kön 6:4–6
Die Verse
2Kön 6:4–6Und er kam mit ihnen. Und da sie an den Jordan kamen hieben sie Holz ab. Und da einer sein Holz fällte, fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie und sprach: O weh, mein Herr! dazu ist's entlehnt. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und stieß es dahin. Da schwamm das Eisen.
- Hungersnot: Leute verpfänden Äcker und Häuser; Nehemia beendet den WucherNeh 5:3–5, Neh 5:10–12
Die Verse
Neh 5:3–5Aber etliche sprachen: Laßt uns unsre Äcker, Weinberge und Häuser versetzen und Getreide nehmen in der Teuerung. Etliche aber sprachen: Wir habe Geld entlehnt zum Schoß für den König auf unsre Äcker und Weinberge; nun ist doch wie unsrer Brüder Leib auch unser Leib und wie ihre Kinder unsre Kinder, und siehe, wir müssen unsre Söhne und Töchter unterwerfen dem Dienst, und sind schon unsrer Töchter etliche unterworfen, und ist kein Vermögen in unsern Händen, und unsre Äcker und Weinberge sind der andern geworden.
Neh 5:10–12Ich und meine Brüder und meine Leute haben ihnen auch Geld geliehen und Getreide; laßt uns doch diese Schuld erlassen. So gebt ihnen nun heute wieder ihre Äcker, Weinberge, Ölgärten und Häuser und den Hundertsten am Geld, am Getreide, am Most und am Öl, den ihr von ihnen zu fordern habt. Da sprachen sie: Wir wollen's wiedergeben und wollen nichts von ihnen fordern und wollen tun wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester und nahm einen Eid von ihnen, daß sie also tun sollten.
- Das Kind einer armen Familie wird für eine Schuld genommenHiob 24:9
Die Verse
Hiob 24:9Man reißt das Kind von den Brüsten und macht's zum Waisen und macht die Leute arm mit Pfänden.
- Kleider als Pfand genommenHiob 22:6, Am 2:8
- Gleichnis: Ein Knecht schuldet zehntausend TalenteMt 18:23–34
Die Verse
Mt 18:23–34Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er's nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir's alles bezahlen. Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist! Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir; ich will dir's alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? Und sein Herr ward sehr zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war.
- Gleichnis: Zwei Schuldner schulden fünfhundert und fünfzig DenareLk 7:41–42
Die Verse
Lk 7:41–42Es hatte ein Gläubiger zwei Schuldner. Einer war schuldig fünfhundert Groschen, der andere fünfzig. Da sie aber nicht hatten, zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, welcher unter denen wird ihn am meisten lieben?
- Vertrag dich mit deinem Widersacher auf dem Weg zum GerichtMt 5:25–26
Die Verse
Mt 5:25–26Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen. Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.
- Leiht, ohne etwas dafür zu erhoffenLk 6:34–35
Die Verse
Lk 6:34–35Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was für Dank habt ihr davon? Denn die Sünder leihen den Sündern auch, auf daß sie Gleiches wiedernehmen. Vielmehr liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, daß ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig über die Undankbaren und Bösen.
- Paulus an Philemon: „Das rechne mir zu … ich will’s bezahlen“Phlm 1:18–19
Die Verse
Phlm 1:18–19So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne mir zu. Ich, Paulus, habe es geschrieben mit meiner Hand: Ich will's bezahlen. Ich schweige, daß du dich selbst mir schuldig bist.
Quellen
Nach Naves Topical Bible (Orville J. Nave, 1896; gemeinfrei): Themen ausgewählt, Zeilen gekürzt und in heutige Sprache gebracht, Deutungen weggelassen; jeder Vers geprüft.
Lutherbibel 1912 · Gemeinfrei