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Armenisches Evangeliar von 966
Armenien · 966 · Armenisch · W.537
Der Priester Sargis vollendete die Abschrift dieses Buches, wie sein Kolophon sagt, im Jahr 415 des armenischen Kalenders — 966. Es ist die älteste armenische Handschrift in Nordamerika. Der Text ist in großen, eckigen Majuskeln geschrieben; die Malereien sind wenige und kräftig: die beiden letzten Kanontafeln, die Jungfrau mit dem Kind, ein Kreuz vor Matthäus und die Evangelisten, die paarweise dort stehen, wo ein Evangelium endet und das nächste beginnt.
Seiten: 6
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fol. 1r · Eine Kanontafel unter zwei Bögen, darüber Vögel. Die Kanontafeln, die Eusebius von Caesarea im 4. Jahrhundert erdachte, listen in Spalten die nummerierten Abschnitte auf, die zwei, drei oder alle vier Evangelien gemeinsam haben, damit ein Leser dieselbe Geschichte in jedem Evangelium finden konnte.Walters Art Museum · W.537 · CC0 
fol. 1v · Die letzte Kanontafel, über den Bögen einander zugewandte Tauben. Ihre Spalten listen die Abschnitte auf, die nur ein Evangelium erzählt.Walters Art Museum · W.537 · CC0 
fol. 2r · Die Jungfrau mit dem Kind auf den Knien unter einem hohen Spitzbogen. Neben ihrem Kopf steht auf Armenisch der Gruß des Engels aus Lukas. Die Figuren sind flach und frontal, mit wenigen kräftigen Linien gezeichnet.Walters Art Museum · W.537 · CC0 Lk 1:28Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige! Der HERR ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern!

fol. 3r · Ein großes Kreuz aus verflochtenen Bändern und Medaillons, vor das Matthäusevangelium gemalt — eine Seite reinen Ornaments, die die Evangelien eröffnet. Die runden roten Stempel fügten spätere Besitzer hinzu.Walters Art Museum · W.537 · CC0 
fol. 72v · Die letzten Zeilen des Matthäusevangeliums und darunter Matthäus und Markus nebeneinander unter einem Bogen, jeder mit seinem Buch. Hier sind die Evangelisten nicht am Anfang ihrer Evangelien gemalt, sondern gemeinsam, am Übergang vom einen zum nächsten.Walters Art Museum · W.537 · CC0 
fol. 114v · Das Ende des Markusevangeliums: Markus und Lukas stehen unter einem Bogen, darunter stehen sich zwei Pfauen gegenüber, und auf dem Bogen sitzen Vögel. Die karierten und gezackten Gewänder sind typisch für diesen schlichten örtlichen Stil.Walters Art Museum · W.537 · CC0
Walters Art Museum, Baltimore · Bilder CC0, veröffentlicht von OPenn (University of Pennsylvania) · die Texte sind unsere eigenen
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