Gideons Männer heben auf dem Kamm ihre Fackeln; Rauch quillt empor.
Die Bibel in der Kunst · Richter
Gideon schlägt die Midianiter
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Der Stecher Pannemaker, dessen Name unten rechts entlangläuft, schnitt diese Nachtszene für die Bibel von Tours 1866; Dorés Signatur steht links. Fast der ganze Holzstock druckt schwarz, und das Licht kommt von feinen weißen Linien, die hineingeschnitten sind.
Auf einem Kamm über den Zelten heben Gideons Männer lodernde Fackeln, Rauch wälzt sich in den Nachthimmel. Unten löst sich das Lager der Midianiter in Panik auf: Pferde bäumen sich, Reiter prallen aufeinander, Männer stürzen unter die Hufe. Der Fackelschein trifft nur die Ränder der ringenden Menge.
Aus dem Text
- Sie „bliesen mit Posaunen und zerschlugen die Krüge in ihren Händen“ (Richter 7,19)
- „Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in ihrer rechten Hand“ (Richter 7,20)
- Das ganze Heer schrie und floh, und eines jeglichen Schwert war wider den andern (Richter 7,21–22)
Vom Künstler
- Die Dreihundert stehen zusammen auf einem Hügel – im Text steht jeder an seinem Ort um das Lager her
- Midianiter zu Pferd, in einem Wirbel aus Mähnen und Mänteln
- Zelte als Reihen spitzer Kegel unter dem dunklen Himmel
Details
Ein Reiter wendet sich voller Schrecken um, als sein Pferd sich aufbäumt.
Reiter und Pferde stürzen im Dunkeln übereinander.
Reihen spitzer Zelte ziehen sich durch das Tal.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 1, Warsaw: M. Glücksberg, 1873 (acc. 75.267 A), tabl. 55 · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
