Zacharias schreibt mit einer Feder auf ein Blatt Papier, ein Tintenfass in der anderen Hand.
Die Bibel in der Kunst · Lukas
Die Geburt und Namengebung Johannes des Täufers
Juan de Flandes, niederländisch, um 1460–1519 · 1496–99
Cleveland Museum of Art (John L. Severance Fund, 1975.3)
Juan de Flandes, ein niederländischer Maler am Hof Königin Isabellas von Kastilien, malte diese hohe Tafel um 1496–99 in Öl. Sie gehörte zu einem Altarbild, das die Königin für ein Kloster bei Burgos in Spanien in Auftrag gab.
Das Wochenzimmer ist ein behagliches flämisches Heim: ein mit grünem Samt verhängtes Bett, in dem Elisabeth ruht, eine Wanduhr, ein Kohlenbecken mit glühenden Kohlen. Vorn schreibt Zacharias, der noch nicht sprechen kann, den Namen des Knaben, während eine junge Frau ihm das Neugeborene hinhält.
Aus dem Text
- Elisabeth gebiert einen Sohn (Lukas 1,57)
- Zacharias ist seit dem Besuch des Engels verstummt (Lukas 1,20–22)
- Zacharias „forderte ein Täfelein und schrieb also: Er heißt Johannes“ (Lukas 1,63)
Vom Künstler
- Nach der Überlieferung ist die junge Frau mit dem Kind Maria; Lukas sagt, dass sie nach etwa drei Monaten heimkehrte (Lukas 1,56)
- Ein Blatt Papier und eine Schreibfeder statt eines Schreibtäfelchens
- Ein flämisches Haus der 1490er-Jahre – Himmelbett, Uhr mit Gewichten, Fliesenboden, Kohlenbecken
- Eine Magd, die eine Schüssel mit Essen hereinbringt
Details
Das Kind liegt auf einem weißen Tuch und wird seinem Vater hingehalten.
Die Mutter ruht im Bett, an große weiße Kissen gelehnt.
Eine Magd in Rosa kommt mit einer Schüssel durch die Tür.
Eine kleine Wanduhr mit hängenden Gewichten.
Ein Becken mit glühenden Kohlen wärmt den Raum.
Juan de Flandes, Netherlandish, c. 1460–1519. The Cleveland Museum of Art (John L. Severance Fund, 1975.3) · Oil on wood · Cleveland Museum of Art Open Access: Collection API record "share_license_status": "CC0" (Creative Commons Zero, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/).
