In zerlumptem Gewand erhebt er sich und blickt auf.
Die Bibel in der Kunst · Apostelgeschichte
Petrus und Johannes heilen den Lahmen
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Diese Tafel der Bibel von 1866 wurde von einem Stecher in Holz geschnitten, dessen Name, schwer lesbar, unten rechts gegenüber Dorés Signatur steht.
Auf den Stufen des Tempels kämpft sich ein Mann in zerlumptem Gewand auf die Füße, seine Krücken fallen von ihm ab. Der bärtige Petrus streckt ihm die Hand entgegen; der junge Johannes steht auf der anderen Seite, den Mantel um sich gezogen. Zuschauer knien und starren im Vordergrund, und die hohen Mauern des Tempels mit kleinen Bogenfenstern ragen dahinter im Licht auf.
Aus dem Text
- „Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, da man pflegt zu beten.“ (Apostelgeschichte 3,1)
- „Gold und Silber habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir“ (Apostelgeschichte 3,6)
- „Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf.“ (Apostelgeschichte 3,7)
Vom Künstler
- Krücken, die zu Boden fallen – der Text spricht nur von einem Mann, der zur Tür getragen wurde
- Die Tür, die da heißt „die schöne“, als schlichte Mauern mit Rundbogenfenstern
- Petrus als älterer bärtiger Mann und Johannes als lockiger Jüngling, wie Maler sie oft zeigten
Details
Seine Krücken kippen weg, als er aufsteht.
Der bärtige Apostel greift nach der Hand des Mannes.
Zwei Männer knien auf der Stufe und starren.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
