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In der Bibel · 701 v. Chr. · Jerusalem

Jerusalem wird verschont

Als der assyrische König Sanherib Jerusalem bedroht, betet König Hiskia im Tempel. Sanheribs eigene Annalen beschreiben diesen Feldzug.

2Kön 19:14–37Und da Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete ihn aus vor dem HERRN und betete vor dem HERRN und sprach: HERR, Gott Israels, der du über dem Cherubim sitzest, du bist allein Gott über alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht. HERR, neige deine Ohren und höre; tue deine Augen auf und siehe, und höre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, Hohn zu sprechen dem lebendigen Gott. Es ist wahr HERR, die Könige von Assyrien haben die Heiden mit dem Schwert umgebracht und ihr Land und haben ihre Götter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Götter, sondern Werke von Menschenhänden, Holz und Stein; darum haben sie sie vertilgt. Nun aber, HERR, unser Gott, hilf uns aus seiner Hand, auf daß alle Königreiche auf Erden erkennen, daß du, HERR, allein Gott bist. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast um Sanherib, den König von Assyrien, das habe ich gehört. Das ist's, was der HERR wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein; die Tochter Jerusalem schüttelt ihr Haupt dir nach. Wen hast du gehöhnt und gelästert? Über wen hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel. Du hast den Herrn durch deine Boten gehöhnt und gesagt: “Ich bin durch die Menge meiner Wagen auf die Höhen der Berge gestiegen, auf den innersten Libanon; ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen Tannen abgehauen und bin gekommen an seine äußerste Herberge, an den Wald seines Baumgartens. Ich habe gegraben und ausgetrunken die fremden Wasser und werde austrocknen mit meinen Fußsohlen alle Flüsse Ägyptens.” Hast du aber nicht gehört, daß ich solches lange zuvor getan habe, und von Anfang habe ich's bereitet? Nun aber habe ich's kommen lassen, daß die festen Städte werden fallen in einen wüsten Steinhaufen, und die darin wohnen, matt werden und sich fürchten und schämen müssen und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das grüne Kraut, wie Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe denn es reif wird. Ich weiß dein Wohnen, dein Aus-und Einziehen und daß du tobst wider mich. Weil du denn wider mich tobst und dein Übermut vor meine Ohren heraufgekommen ist, so will ich dir einen Ring an deine Nase legen und ein Gebiß in dein Maul und will dich den Weg wieder zurückführen, da du her gekommen bist. Und das sei dir ein Zeichen: In diesem Jahr iß, was von selber wächst; im andern Jahr, was noch aus den Wurzeln wächst; im dritten Jahr säet und erntet, und pflanzt Weinberge und esset ihre Früchte. Und was vom Hause Juda's errettet und übriggeblieben ist, wird fürder unter sich wurzeln und über sich Frucht tragen. Denn von Jerusalem werden ausgehen, die übriggeblieben sind, und die Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN Zebaoth wird solches tun. Darum spricht der HERR vom König von Assyrien also: Er soll nicht in diese Stadt kommen und keinen Pfeil hineinschießen und mit keinem Schilde davonkommen und soll keinen Wall darum schütten; sondern er soll den Weg wiederum ziehen, den er gekommen ist, und soll in diese Stadt nicht kommen; der HERR sagt's. Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich ihr helfe um meinetwillen und um Davids, meines Knechtes, willen. Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien hundertfünfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens früh aufmachten, siehe, da lag's alles eitel tote Leichname. Also brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und zog weg und kehrte um und blieb zu Ninive. Und da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, erschlugen ihn mit dem Schwert Adrammelech und Sarezer, seine Söhne, und entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Asar-Haddon ward König an seiner Statt.

Zur selben Zeit in der Welt

Im Jahr 701 v. Chr. fiel der assyrische König Sanherib in Juda ein, und Jerusalem unter König Hiskia blieb verschont. Der Prophet Jesaja wirkte seit etwa 740 v. Chr. Hier ist die Welt zu Lebzeiten Jesajas.

Mesopotamien und Vorderer OrientSanheribs eigener Bericht701 v. Chr.

Sanheribs Annalen, auf Tonprismen geschrieben, rühmen sich, er habe Hiskia in Jerusalem eingeschlossen „wie einen Vogel im Käfig“ und Tribut genommen – behaupten aber nicht, dass die Stadt fiel. Die Wände seines Palastes in Ninive zeigten die Belagerung von Lachisch.

Griechenland und RomDie Gründung Roms753 v. Chr. (überlieferte Datierung)

Nach römischer Überlieferung gründete Romulus Rom am 21. April 753 v. Chr., einige Jahre vor der Berufung Jesajas (Jesaja 6,1). Die Archäologie zeigt, dass es auf dem Palatin schon früher Dörfer gab.

Griechenland und RomHomerum 750–650 v. Chr.

Etwa im selben Zeitalter erhielten die Ilias und die Odyssee die schriftliche Gestalt, die wir kennen; die Forscher datieren sie auf etwa 750 bis 650 v. Chr. Die Griechen hatten kurz zuvor die phönizischen Buchstaben übernommen.

ChinaEine Chronik beginnt722 v. Chr.

Die Frühlings- und Herbstannalen, die Chronik des chinesischen Staates Lu, beginnen im Jahr 722 v. Chr. – dem Jahr, in dem Samaria an Assyrien fiel (2. Könige 17,6). Nach der Überlieferung hat Konfuzius sie später bearbeitet.

ÄgyptenTaharqaPharao 690–664 v. Chr.

2. Könige 19,9 berichtet, dass Tirhaka, der König von Kusch, auszog, um gegen Sanherib zu kämpfen. Taharqa wurde 690 v. Chr. Pharao; nach einer Ansicht führte er 701 als junger Prinz das Heer an; über die Einzelheiten streiten die Forscher.

Osteuropa und die SteppeDie Skythen kommen8.–7. Jahrhundert v. Chr.

Berittene Skythen kamen aus dem Osten in die Steppen nördlich des Schwarzen Meeres. Ihre Fürsten wurden später unter großen Grabhügeln, den Kurganen, mit feinen Goldarbeiten bestattet; viele davon wurden in der heutigen Ukraine und in Südrussland gefunden.

Quellen

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