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Die Bibel in der Kunst › Matthäus

Jesus geht auf dem Meer, Gustave Doré

Die Bibel in der Kunst · Matthäus

Jesus geht auf dem Meer

Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau

H. Pisan, der unten rechts signierte, stach dieses breite nächtliche Seestück. Doré gibt fast das ganze Blatt dem Wasser und dem Himmel; die Gestalten sind klein, und die Geschichte erzählt sich durch den Abstand zwischen ihnen.

Jesus geht barfuß von uns weg über die Wellen, sein Gewand vom Wind gepeitscht, einen Arm zum Schiff erhoben. In der Ferne neigt sich das Schiff in der Dünung, sein Segel und die Jünger dunkel vor einem hellen Streifen Horizont. Links bricht sich Schaum auf einem Wellenkamm.

Aus dem Text

  • „Und das Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not von den Wellen“ (Matthäus 14,24)
  • „Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer.“ (Matthäus 14,25)
  • „Seid getrost, Ich bin's; fürchtet euch nicht!“ (Matthäus 14,27)

Vom Künstler

  • Jesus von hinten gesehen, sodass wir ihm zum Schiff folgen
  • Ein Lichtband am Horizont in den letzten Stunden der Nacht
  • Der Versuch des Petrus, auf dem Wasser zu gehen, ist nicht gezeigt

Details

Jesus

Barfuß, das Gewand zurückgeweht, geht er auf den Wellen.

Die erhobene Hand

Er hebt den Arm zum Schiff.

Das Schiff

Das Schiff der Jünger neigt sich weit draußen in der Dünung.

Der Wellenkamm

Links bricht sich weißer Schaum auf einer Welle.

Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.