Claudius regierte das Reich und fügte ihm nach einer Invasion im Jahr 43 n. Chr. Britannien hinzu. Apostelgeschichte 18,2 sagt, er habe allen Juden befohlen, Rom zu verlassen; auch der römische Schriftsteller Sueton erwähnt eine Vertreibung.
Enzyklopädie › Unterdessen in der Welt
In der Bibel · um 50 n. Chr. · Athen
Paulus in Athen
Inmitten der Tempel und Philosophen Athens spricht Paulus auf dem Areopag über den „unbekannten Gott“.
Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmte sein Geist in ihm, da er sah die Stadt so gar abgöttisch. Und er redete zu den Juden und Gottesfürchtigen in der Schule, auch auf dem Markte alle Tage zu denen, die sich herzufanden. Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen stritten mit ihm. Und etliche sprachen: Was will dieser Lotterbube sagen? Etliche aber: Es sieht, als wolle er neue Götter verkündigen. (Das machte, er hatte das Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkündigt.) Sie nahmen ihn aber und führten ihn auf den Gerichtsplatz und sprachen: Können wir auch erfahren, was das für eine neue Lehre sei, die du lehrst? Denn du bringst etwas Neues vor unsere Ohren; so wollten wir gern wissen, was das sei. (Die Athener aber alle, auch die Ausländer und Gäste, waren gerichtet auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen oder zu hören.) Paulus aber stand mitten auf dem Gerichtsplatz und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, daß ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet. Ich bin herdurchgegangen und habe gesehen eure Gottesdienste und fand einen Altar, darauf war geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch denselben, dem ihr unwissend Gottesdienst tut. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der ein HERR ist Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln mit Händen gemacht; sein wird auch nicht von Menschenhänden gepflegt, als der jemandes bedürfe, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt. Und er hat gemacht, daß von einem Blut aller Menschen Geschlechter auf dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt und vorgesehen, wie lange und wie weit sie wohnen sollen; daß sie den HERRN suchen sollten, ob sie doch ihn fühlen und finden möchten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch etliche Poeten bei euch gesagt haben: “Wir sind seines Geschlechts.” So wir denn göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit übersehen; nun aber gebietet er allen Menschen an allen Enden, Buße zu tun, darum daß er einen Tag gesetzt hat, an welchem er richten will den Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's beschlossen hat und jedermann vorhält den Glauben, nachdem er ihn hat von den Toten auferweckt. Da sie hörten die Auferstehung der Toten, da hatten's etliche ihren Spott; etliche aber sprachen: Wir wollen dich davon weiter hören. Also ging Paulus von ihnen. Etliche Männer aber hingen ihm an und wurden gläubig, unter welchen war Dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib mit Namen Damaris und andere mit ihnen.Zur selben Zeit in der Welt
Paulus kam um 50 n. Chr. nach Athen, auf der Reise, die ihn weiter nach Korinth führte, wo eine in Delphi gefundene Inschrift den Prokonsul Gallio auf etwa 51–52 n. Chr. datiert (Apostelgeschichte 18,12). Athen war damals eine bescheidene Stadt des Römischen Reichs, aber noch immer berühmt für seine Philosophen. Hier ist die Welt um 50 n. Chr.
Der stoische Philosoph Seneca, Lehrer des jungen Nero, schrieb Abhandlungen über den Zorn, über die Kürze des Lebens und über die Seelenruhe. Sein älterer Bruder war Gallio, der Prokonsul, vor den Paulus in Korinth gebracht wurde (Apostelgeschichte 18,12).
Kaiser Guangwu stellte die Han-Dynastie wieder her und verlegte ihre Hauptstadt nach Luoyang. In seinem letzten Jahr, 57 n. Chr., kamen Gesandte aus Wa in Japan; ein Goldsiegel, das 1784 in Japan gefunden wurde, gilt als das, das er ihnen gab.
Nach der Überlieferung der Thomaschristen in Kerala landete der Apostel Thomas 52 n. Chr. bei Muziris. Ein älterer Bericht, die Thomasakten, versetzt ihn an den Hof des Gondophares, eines Königs im Nordwesten Indiens, dessen Münzen gefunden worden sind.
In Alexandria legte der jüdische Philosoph Philo die Bücher Mose in der Sprache der griechischen Philosophie aus. Im Jahr 40 n. Chr. führte er nach Ausschreitungen gegen die Juden der Stadt eine Gesandtschaft zu Kaiser Caligula.
In Meroë am Nil, im heutigen Sudan, wurde das Reich Kusch oft von Königinnen regiert, die den Titel kandake trugen – die „Kandaze“ aus Apostelgeschichte 8,27. Seine Herrscher wurden unter kleinen, steilen Pyramiden bestattet.
In der Wüstenebene im Süden Perus zeichneten die Nazca riesige Linien und Figuren – einen Kolibri, einen Affen, eine Spinne –, indem sie die dunklen Steine der Oberfläche beiseiteräumten. Viele sieht man am besten aus der Luft oder von den nahen Hügeln.