Augustus, der erste römische Kaiser (27 v. Chr. – 14 n. Chr.), ordnete die Provinzen und ihre Steuern neu; Lukas setzt die Geburt Jesu in seine Regierungszeit. Sein Stiefsohn Tiberius (14–37 n. Chr.) herrschte während des Wirkens Jesu; Lukas 3,1 datiert Johannes den Täufer in das fünfzehnte Jahr des Tiberius.
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In der Bibel · um 6–4 v. Chr. · Bethlehem
Jesus wird geboren
Während einer römischen Volkszählung wird Jesus in Bethlehem geboren, der Stadt Davids, und Hirten kommen, um ihn zu sehen. Herodes der Große starb 4 v. Chr.
Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Cyrenius Landpfleger von Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die ward schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des HERRN Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des HERRN leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der HERR kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.Zur selben Zeit in der Welt
Jesus wurde unter der Herrschaft des Kaisers Augustus geboren (Lukas 2,1), wahrscheinlich zwischen 6 und 4 v. Chr. – vor dem Tod Herodes’ des Großen, der meist auf 4 v. Chr. datiert wird –, und lehrte unter der Herrschaft des Tiberius (Lukas 3,1). Hier ist die Welt zu seinen Lebzeiten.
China hatte unter der Han-Dynastie etwa so viele Einwohner wie das Römische Reich – eine Volkszählung im Jahr 2 n. Chr. ergab rund 57 Millionen. Karawanen brachten chinesische Seide auf der Seidenstraße nach Westen; die Römer trugen sie und wussten doch wenig von dem Land, aus dem sie kam.
Griechische und römische Schiffe überquerten mit den Monsunwinden das Arabische Meer zu Häfen wie Muziris in Südindien, um Pfeffer und Gewürze zu kaufen. In Südindien wurden Schätze mit römischen Münzen des Augustus und des Tiberius gefunden.
Im Tal von Mexiko wuchs Teotihuacán zu einer der größten Städte des alten Amerika heran. Seine große Sonnenpyramide wurde in den folgenden zwei Jahrhunderten gebaut.
Die Sarmaten, berittene Nomaden, die mit den Skythen verwandt waren, beherrschten nun die Steppen vom Don bis zur Donau. Die letzten Skythen hielten ein kleines Königreich auf der Krim.
An der Küste der Krim standen alte griechische Städte: Chersones, nahe dem heutigen Sewastopol, und Pantikapaion, die Hauptstadt des Bosporanischen Reiches, dessen Könige als Verbündete Roms herrschten.
Keine schriftliche Quelle aus der Zeit Jesu nennt die Slawen. Deutlich erscheinen sie erst im 6. Jahrhundert n. Chr., in der Gotengeschichte des Jordanes und bei Prokop. Wo ihre Vorfahren im 1. Jahrhundert lebten, ist unter Historikern und Archäologen umstritten.
Nach dem Tod Kleopatras im Jahr 30 v. Chr. wurde Ägypten eine römische Provinz, und sein Getreide ernährte die Stadt Rom. Matthäus erzählt, dass die Familie Jesu dorthin floh; Alexandria hatte eine der größten jüdischen Gemeinden der damaligen Zeit.