Blasse Flammen steigen durch den Busch, dessen grüne Blätter noch zu sehen sind.
Die Bibel in der Kunst · 2. Mose
Landschaft mit Mose und dem brennenden Dornbusch
Domenichino · 1610–16
Metropolitan Museum of Art, New York
Domenichino malte diese kleine Landschaft zwischen 1610 und 1616 in Rom auf eine Kupferplatte. Kupfer ergibt eine glatte Oberfläche, und die Farben bleiben leuchtend und fein.
Die Geschichte nimmt nur den unteren Rand ein. Links lodert ein Busch; Mose sitzt mit seinem Stab und beschattet die Augen, hinter ihm ruhen seine Schafe. Der Rest ist ein ruhiger Blick auf Bäume, einen See, einen Turm und blaue Berge.
Aus dem Text
- Mose hütet die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters (2. Mose 3,1)
- Der Busch, der „mit Feuer brannte und ward doch nicht verzehrt“ (2. Mose 3,2)
- Mose verhüllt sein Angesicht, denn er fürchtet sich, hinzuschauen (2. Mose 3,6)
Vom Künstler
- Ein italienischer See mit einem runden Turm und einer Stadt statt der Wüste am Horeb
- Mose in einem roten Umhang über einem Tierfell
- Die geordnete, friedliche Landschaft, die Annibale Carracci und seine Schüler in Rom beliebt machten
Details
Er beschattet die Augen mit der Hand; seine Füße sind bloß.
Schafe liegen hinter ihm an einem niedrigen Pfahlzaun.
Ein runder Turm und eine kleine Stadt am anderen Ufer.
Domenichino (Domenico Zampieri), Italian, Bologna 1581–1641 Naples. The Metropolitan Museum of Art, New York (Gift of Mr. and Mrs. Charles Wrightsman, 1976; acc. 1976.155.2) · Oil on copper · Public Domain — The Met Open Access (CC0). The Met Collection API record: "isPublicDomain": true; The Met marks such works on its website "with the Creative Commons Zero (CC0) icon".
