Bärtig und muskulös sitzt er auf der Bank und verrät sein Geheimnis.
Die Bibel in der Kunst · Richter
Simson und Delila
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
A. Ligny stach diese Tafel und signierte sie unten rechts. Sie gehört zu den am häufigsten nachgedruckten Entwürfen Dorés für die Bibel von 1866, ein großes, prächtiges Buch, in dem jedes Bild eine ganze Seite füllte.
Simson sitzt auf einer geschnitzten Bank und berührt im Reden mit einer Hand sein langes Haar. Delila steht neben ihm in weißem Turban und besticktem Gewand, blickt hinab, die Hände gefaltet. Licht aus einem hohen Fenster fällt über die gemusterten Wände und Pfeiler eines reichen Raumes.
Aus dem Text
- Sie „drängte ihn mit ihren Worten alle Tage“ (Richter 16,16)
- „Es ist nie ein Schermesser auf mein Haupt gekommen“ (Richter 16,17)
- „denn ich bin ein Geweihter Gottes von Mutterleibe an“ (Richter 16,17)
Vom Künstler
- Simson mit einem Ohrring und einem Stirnband
- Wände, Säulen und Fenster mit maurisch anmutendem Schmuck bedeckt
- Delila ruhig und schweigend, als hätte sie gehört, was sie wollte
Details
Er hält eine lange Locke seines ungeschnittenen Haares hoch.
Sie steht in weißem Turban und besticktem Gewand, die Augen gesenkt.
Tageslicht fällt durch ein hohes Fenster mit geschnitzten Säulen.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 1, Warsaw: M. Glücksberg, 1873 (acc. 75.267 A), tabl. 63 · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
