Xerxes I. (486–465 v. Chr.) fiel in Griechenland ein und verlor 480 v. Chr. bei Salamis seine Flotte. Sein Sohn Artaxerxes I. (465–424 v. Chr.) war der König, dem Nehemia in Susa diente.
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In der Bibel · 445 v. Chr. · Jerusalem
Nehemia und die Mauern
Nehemia, Mundschenk des persischen Königs, besichtigt nachts die zerstörten Mauern Jerusalems und leitet das Volk beim Wiederaufbau.
Und da ich gen Jerusalem kam und drei Tage da gewesen war, machte ich mich des Nachts auf und wenig Männer mit mir (denn ich sagte keinem Menschen, was mir mein Gott eingegeben hatte zu tun an Jerusalem), und war kein Tier mit mir, ohne das, darauf ich ritt. Und ich ritt zum Taltor aus bei der Nacht und gegen den Drachenbrunnen und an das Misttor; und es tat mir wehe, daß die Mauern Jerusalems eingerissen waren und die Tore mit Feuer verzehrt. Und ging hinüber zu dem Brunnentor und zu des Königs Teich; und war da nicht Raum meinem Tier, daß es unter mir hätte gehen können. Da zog ich bei Nacht den Bach hinan; und es tat mir wehe, die Mauern also zu sehen. Und kehrte um und kam zum Taltor wieder heim. Und die Obersten wußten nicht, wo ich hinging oder was ich machte; denn ich hatte bis daher den Juden und den Priestern, den Ratsherren und den Obersten und den andern, die am Werk arbeiteten, nichts gesagt. Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, darin wir sind, daß Jerusalem wüst liegt und seine Tore sind mit Feuer verbrannt. Kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen, daß wir nicht mehr eine Schmach seien! Und sagte ihnen an die Hand meines Gottes, die gut über mir war, dazu die Worte des Königs, die er zu mir geredet hatte. Und sie sprachen: So laßt uns auf sein und bauen! Und ihre Hände wurden gestärkt zum Guten. Da aber das Saneballat, der Horoniter und Tobia, der ammonitische Knecht, und Gesem, der Araber, hörten, spotteten sie unser und verachteten uns und sprachen: Was ist das, das ihr tut? Wollt ihr von dem König abfallen? Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott des Himmels wird es uns gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen. Ihr aber habt kein Teil noch Recht noch Gedächtnis in Jerusalem.Zur selben Zeit in der Welt
Nehemia, Mundschenk des Perserkönigs Artaxerxes I., kam 445 v. Chr. nach Jerusalem und baute seine Mauern wieder auf. Eine Generation zuvor regierte der König aus dem Buch Esther, Ahasveros, der meist mit Xerxes I. gleichgesetzt wird. Hier ist die Welt des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Während Nehemia die Mauern Jerusalems wieder aufbaute, errichtete Athen unter Perikles den Parthenon auf seiner Akropolis, begonnen 447 v. Chr.
Der griechische Geschichtsschreiber Herodot schrieb seine Historien, das erste große Geschichtswerk des Westens. Im 4. Buch beschreibt er die Skythen und den Borysthenes – den Dnepr –, den er nach dem Nil den ertragreichsten Fluss nennt. Wahrscheinlich besuchte er Olbia nahe seiner Mündung.
Auf der Insel Elephantine bei Assuan dienten jüdische Soldaten den Persern und hatten einen eigenen Tempel. Ihre aramäischen Briefe von 407 v. Chr. erwähnen die Söhne Sanballats, des Statthalters von Samaria – Nehemias Gegenspieler (Nehemia 2,10).
In China zerfiel die alte Ordnung in sieben rivalisierende Staaten. In dieser unruhigen Zeit stritten die Denker der „Hundert Schulen“ – Anhänger des Konfuzius, des Mozi und der daoistischen Lehrer – darüber, wie man leben und wie man herrschen soll.