Sieben Sterne leuchten in der erhobenen Hand.
Die Bibel in der Kunst · Offenbarung
Die Apokalypse: Johannes erblickt die sieben Leuchter
Dürer · 1511
Cleveland Museum of Art
Dürer schnitt die Apokalypse um 1496–98 in Nürnberg und gab sie 1498 selbst heraus: fünfzehn große Holzschnitte mit dem Text der Offenbarung auf der Rückseite. Dieses Blatt stammt aus der lateinischen Ausgabe von 1511 – die Lettern der Rückseite scheinen schwach durch das Papier.
Johannes kniet zwischen sieben hohen Leuchtern. Über ihm sitzt die Gestalt, die „eines Menschen Sohne gleich“ ist, in den Wolken, mit Sternen in der einen Hand und einem Schwert, das aus seinem Mund hervorgeht.
Aus dem Text
- „sieben goldene Leuchter“ (Offenbarung 1,12)
- „er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert“ (Offenbarung 1,16)
- Johannes, zu seinen Füßen gefallen (Offenbarung 1,17)
Vom Künstler
- Die Leuchter als prunkvolle Kerzenleuchter aus einer Goldschmiedewerkstatt, mit brennenden Kerzen
- Ein Regenbogen als Sitz und ein offenes Buch auf seinem Knie – der Regenbogen stammt aus einer späteren Vision (Offenbarung 4,3)
Details
Strahlen brechen um den Kopf hervor, und ein langes Schwert geht vom Mund aus.
Johannes kniet in einem schweren Mantel, die Hände gefaltet.
Gedrehte Schäfte, geschnitzte Knäufe und ein breiter Fuß, jeder mit einer brennenden Kerze.
Albrecht Dürer, German, 1471–1528. The Cleveland Museum of Art (Gift of The Print Club of Cleveland, 1922.94.3) · Woodcut · Cleveland Museum of Art Open Access: Collection API record "share_license_status": "CC0" (Creative Commons Zero, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/).
