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Die Bibel in der Kunst › Markus

Das Scherflein der Witwe, Gustave Doré

Die Bibel in der Kunst · Markus

Das Scherflein der Witwe

Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau

Die Signatur des Stechers steht unten rechts, Dorés unten links. Auf dieser Tafel trägt die Architektur die Geschichte: eine sonnige Mauer, eine Säule mit gemeißeltem Kapitell und eine Treppe trennen die Frau von den Männern.

Die Witwe lässt mit gesenktem Kopf eine Münze in eine an der Mauer befestigte Opferschale fallen. Hinter ihr kommt Jesus mit seinen Jüngern die Stufen herab, einen Heiligenschein um den Kopf, und zeigt auf sie. Näher steht ein reicher Mann mit Quasten am Gürtel, die Hände an der Brust.

Aus dem Text

  • „Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten“ (Markus 12,41)
  • „Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein“ (Markus 12,42)
  • „Diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben.“ (Markus 12,43)

Vom Künstler

  • Jesus kommt die Stufen herab; im Text sitzt er
  • Der Gotteskasten als einzelne Schale an der Mauer
  • Ein reich gekleideter Mann, der dicht bei ihr steht

Details

Die Opferschale

Ihre Hand lässt eine Münze in eine Schale an der Mauer fallen.

Die Witwe

Sie hält den Kopf gesenkt.

Jesus

Mit Heiligenschein zeigt er sie seinen Jüngern.

Der Reiche

Quasten und eine befranste Schärpe hängen an seinem Gewand.

Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.