Er sitzt am Baum und hebt beim Reden die Hand.
Die Bibel in der Kunst · Matthäus
Jesus lehrt das Volk
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
E. Goebel signierte diese Tafel unten rechts. Doré füllt das Blatt mit Zuhörern und schließt es oben mit der Krone eines einzigen großen Baumes ab, sodass die Szene geschützt und nah wirkt, eher wie eine Dorfversammlung als ein Schauspiel.
Jesus, mit einem dünnen Heiligenschein, sitzt auf einer Anhöhe am Stamm und hebt beim Reden eine Hand. Männer mit Turbanen und Mänteln stehen um ihn; Frauen sitzen vorn auf dem Boden. Einige knien dicht bei ihm, und ein Mann verbirgt das Gesicht in der Hand.
Aus dem Text
- Jesus „ging umher im ganzen galiläischen Lande, lehrte sie in ihren Schulen“ (Matthäus 4,23)
- Sie brachten allerlei Kranke zu ihm, und er machte sie gesund (Matthäus 4,24)
- „Und es folgte ihm nach viel Volks aus Galiläa, aus den Zehn-Städten, von Jerusalem, aus dem jüdischen Lande und von jenseits des Jordans.“ (Matthäus 4,25)
Vom Künstler
- Lehren im Freien unter einem Baum, nicht in einer Synagoge
- Ein Heiligenschein, wie Maler ihn überlieferungsgemäß zeichneten
- Turbane und gestreifte Mäntel des Orients, wie Dorés Jahrhundert ihn sich vorstellte
Details
Seine breite Krone schließt das Bild nach oben ab.
Ein Mann kniet, das Gesicht in der Hand verborgen.
Eine Frau sitzt auf dem Boden, ihm zugewandt.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
