Der Prophet zieht sich den Mantel über den Kopf und blickt zur Sonne auf.
Die Bibel in der Kunst · Jona
Jona unter der Kürbisstaude
Antonie Wierix · 1585
Rijksmuseum, Amsterdam
Antonie Wierix aus Antwerpen stach diese Platte nach einer Zeichnung von Maerten de Vos als fünfte Szene einer Folge über Jona. Dieser Abzug stammt aus dem „Theatrum biblicum“, einer Bilderbibel, die Claes Jansz. Visscher 1643 in Amsterdam herausgab.
Jona sitzt auf einem Felsen über Ninive, das als große Hafenstadt mit Kuppeln, Türmen und Schiffen gezeichnet ist. Über ihm rankt eine Pflanze mit großen Kürbissen an einem Holzgestell empor, doch die Sonne brennt herab, und er zieht sich den Mantel über den Kopf.
Aus dem Text
- Jona sitzt morgenwärts von der Stadt in einer Hütte und wartet, was der Stadt widerfahren würde (Jona 4,5)
- Die Pflanze, die über ihm wuchs, um seinem Haupt Schatten zu geben (Jona 4,6)
- „Die Sonne stach Jona auf den Kopf“ (Jona 4,8)
Vom Künstler
- Ninive als Hafen des 16. Jahrhunderts mit einer Kuppelkirche und Segelschiffen
- Die Pflanze als Kürbisranke mit hängenden Früchten gezeichnet, wie man das Wort zur Zeit des Künstlers oft verstand
- Eine Sonne mit menschlichem Gesicht
- Der Name Gottes in hebräischen Buchstaben in einer hellen Wolke, wie ihn viele Maler und Stecher jener Zeit schrieben
Details
Große Blätter und hängende Kürbisse über einem Holzgestell.
Eine Sonne mit Gesicht scheint durch die Blätter.
Vier hebräische Buchstaben in einer hellen Wolke, von der Strahlen herabfallen.
Eine große Hafenstadt mit Kuppeln, Türmen und Schiffen.
Ein geschlossenes Buch und ein Stab liegen neben ihm auf dem Felsen.
Antonie Wierix (II), Flemish, c. 1555/59–1604, after a drawing by Maerten de Vos. Rijksmuseum, Amsterdam (RP-P-OB-9375) · Engraving · Image: "Public Domain" (https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/); object metadata: CC0 1.0 (https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) — Rijksmuseum Linked Art record.
