Weißbärtig blickt er beim Sprechen ins Licht.
Die Bibel in der Kunst · Jeremia
Baruch schreibt die Weissagungen Jeremias auf
Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau
Die Stecherwerkstatt von Pannemaker und Doms signierte diese Tafel unten rechts; Dorés eigene Signatur steht unten links. In seiner Bibel wechseln solche stillen Szenen mit einer oder zwei Gestalten mit figurenreichen Schauspielen ab, und sie leben ganz vom Lichteinfall.
Der alte Jeremia steht in einer Höhle, das Gesicht in einen Lichtstrahl erhoben, eine Hand auf der Brust. Mit der anderen berührt er den Kopf des jungen Baruch, der barfuß neben ihm kniet und mit einem Federkiel schreibt. Alles andere versinkt im dunklen Fels.
Aus dem Text
- Baruch schrieb „aus dem Munde Jeremia's“ (Jeremia 36,4)
- Er schrieb „in ein Buch … alle Reden des HERRN, die er zu ihm geredet hatte“ (Jeremia 36,4)
- Jeremia konnte nicht selbst zum Tempel gehen: „Ich bin gefangen“ (Jeremia 36,5)
Vom Künstler
- Ein flaches Schreibbrett statt der Rolle des Textes
- Eine Höhle und ein Lichtstrahl; der Text sagt nicht, wo sie waren
- Jeremias Hand ruht beim Sprechen auf Baruchs Kopf
Details
Ein Lichtstrahl fällt durch das Dunkel der Höhle.
Baruch schreibt auf ein flaches Brett, nicht auf eine Rolle.
Jeremias Hand ruht auf dem Kopf des jungen Schreibers.
Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.
