
Die Israeliten freuten sich sehr, dass sie Ägypten verlassen durften. Nun waren sie keine Sklaven mehr, und sie zogen dem verheißenen Land entgegen. Die Ägypter gaben den Israeliten alles, worum sie baten, sogar Gold und Silber und andere Wertgegenstände. Von den anderen Völkern glaubten auch einige Menschen an Gott und gingen mit den Israeliten, als diese Ägypten verließen.

Gott führte die Israeliten mit einer großen Wolkensäule, die tagsüber vor ihnen herging und nachts zu einer großen Feuersäule wurde. Gott war immer bei ihnen und führte sie auf ihrer Wanderung. Sie brauchten ihm nur zu folgen.

Kurze Zeit später änderten der Pharao und sein Volk ihre Meinung. Sie hätten die Israeliten gerne wieder als Sklaven gehabt. Gott verstockte den Pharao: Die Menschen sollten sehen, dass Gott der einzig wahre Gott ist, und sie sollten verstehen, dass er, der HERR, mächtiger als der Pharao und alle seine Götter ist.

Der Pharao und sein Heer jagten den Israeliten nach, um sie erneut zu Sklaven zu machen. Als die Israeliten das ägyptische Heer kommen sahen, merkten sie, dass sie zwischen dem Heer des Pharao und dem Roten Meer in der Falle saßen. Sie fürchteten sich sehr und schrien: „Warum nur haben wir Ägypten verlassen? Jetzt müssen wir sterben!“

Mose sagte den Israeliten: „Habt keine Angst! Gott wird heute für euch kämpfen und euch retten.“ Dann gebot Gott Mose: „Sag dem Volk, es soll auf das Rote Meer zugehen.“

Danach setzte Gott die Wolkensäule in Bewegung und stellte sie zwischen die Israeliten und die Ägypter, damit die Ägypter die Israeliten nicht mehr sehen konnten.

Gott gebot Mose, seine Hand über das Meer zu erheben und das Wasser zu teilen. Dann ließ Gott einen Wind aufkommen, der das Wasser des Meeres rechts und links auftürmte, damit ein Weg durch das Meer frei würde.

Die Israeliten gingen auf trockenem Boden durch das Meer, während das Wasser zu beiden Seiten wie eine Wand stand.

Dann hob Gott die Wolkensäule aus dem Weg, damit die Ägypter sehen konnten, wie die Israeliten flohen. Die Ägypter waren entschlossen, den Israeliten nachzujagen.

Deshalb folgten sie den Israeliten auf dem Weg durch das Meer. Gott ließ sie aber in Panik geraten und sorgte dafür, dass ihre Streitwagen stecken blieben. Da riefen sie: „Nichts wie weg! Gott kämpft für die Israeliten!“

Als die Israeliten alle sicher auf der anderen Seite des Meeres angekommen waren, sagte Gott zu Mose: „Streck deinen Arm noch einmal aus!" Mose gehorchte. Da fiel das Wasser auf das ägyptische Heer und kehrte an seinen gewöhnlichen Ort zurück. Das gesamte ägyptische Heer ertrank.

Als die Israeliten sahen, dass die Ägypter tot waren, setzten sie ihr Vertrauen auf Gott und glaubten, dass Mose ein Prophet Gottes ist.

Die Israeliten freuten sich auch und waren tief bewegt, weil Gott sie aus der Sklaverei und vor dem Tod gerettet hatte. Jetzt waren sie frei, um Gott zu dienen. Sie sangen viele Lieder, um ihre Freiheit zu feiern und Gott zu loben, weil er sie vor dem ägyptischen Heer gerettet hatte.

Gott gebot den Israeliten, Jahr für Jahr das Passafest zu feiern, um sich daran zu erinnern, wie Gott ihnen den Sieg über die Ägypter geschenkt und sie aus der Sklaverei befreit hatte. Sie feierten das Fest, indem sie ein fehlerloses Lamm schlachteten und es mit ungesäuertem Brot aßen.



