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Biblische Geschichten · Geschichte 15 von 50

Das verheißene Land

Die Geschichte in der Bibel

Nun war es so weit, dass die Israeliten in das verheißene Land Kanaan gehen konnten. Josua sandte zwei Kundschafter zur kanaanitischen Stadt Jericho, die von starken Mauern geschützt war. In der Stadt lebte eine Prostituierte namens Rahab. Diese versteckte die Kundschafter und half ihnen später, zu entkommen. Sie tat dies, weil sie an Gott glaubte. Die Kundschafter versprachen, sie und ihre Familie zu schützen, wenn die Israeliten Jericho zerstören würden.

Um das verheißene Land zu betreten, mussten die Israeliten den Fluss ‚Jordan‘ überqueren. Gott sagte zu Josua: „Lass die Priester zuerst gehen.“ Als die Priester ihren Fuß in den Jordan setzten, hörte das Wasser flussaufwärts auf zu fließen. Deshalb konnten die Israeliten auf trockenem Boden auf die andere Seite des Flusses gehen.

Nachdem das Volk den Jordan überquert hatte, sagte Gott Josua, wie er die mächtige Stadt Jericho angreifen soll. Das Volk gehorchte Gott. So wie Gott es ihnen aufgetragen hatte, marschierten die Soldaten und die Priester sechs Tage lang einmal am Tag um Jericho.

Am siebten Tag marschierten sie sieben weitere Male um die Stadt. Als sie dies das letzte Mal taten, schrien die Soldaten, so laut sie konnten, und die Priester bliesen ihre Posaunen.

Da stürzten die Mauern um Jericho ein! Und die Israeliten zerstörten alles in der Stadt, so wie Gott es ihnen geboten hatte. Nur Rahab und ihre Familie verschonten sie. Diese wurden dann zu einem Teil des Volkes Israel. Als die anderen Völker, die in Kanaan lebten, hörten, dass die Israeliten Jericho zerstört hatten, bekamen sie Angst, dass die Israeliten auch sie angreifen könnten.

Gott hatte den Israeliten befohlen, mit keinem der Völker in Kanaan Frieden zu schließen. Aber eine dieser kanaanitischen Volksgruppen, die Gibeoniter, belogen Josua und gaben vor, aus einem Ort zu stammen, der weit von Kanaan entfernt liegt. Sie baten Josua, Frieden mit ihnen zu schließen. Josua und die Israeliten fragten Gott nicht, woher die Gibeoniter kamen. Und so schloss Josua Frieden mit ihnen.

Als die Israeliten merkten, dass sie von den Gibeonitern betrogen worden waren, wurden sie zornig. Aber sie hielten sich an das Friedensabkommen, das sie mit ihnen geschlossen hatten, denn es war etwas, was sie vor Gott versprochen hatten. Einige Zeit später erfuhren die Könige eines anderen Volkes in Kanaan, die Amoriter, dass die Gibeoniter mit den Israeliten Frieden geschlossen hatten. Da vereinten sie ihre Heere zu einem großen Heer und griffen Gibeon an. Die Gibeoniter sandten Josua eine Nachricht und baten ihn um Hilfe.

Daraufhin berief Josua das israelitische Heer ein, und sie marschierten die ganze Nacht, um Gibeon zu erreichen. Im Morgengrauen überraschten sie das Heer der Amoriter und griffen es an.

Gott kämpfte an diesem Tag für Israel. Er verwirrte die Amoriter und sandte einen schweren Hagel, der viele Amoriter erschlug.

Gott ließ auch die Sonne am Himmel still stehen, damit Israel genügend Zeit hätte, um die Amoriter vollständig zu besiegen. An diesem Tag brachte Gott einen großen Sieg für Israel.

Nach dem Sieg Gottes über diese Heere versammelten sich viele der anderen Völker Kanaans, um gegen Israel zu kämpfen. Josua und die Israeliten griffen sie an und vernichteten sie.

Nach dieser Schlacht gab Gott jedem Stamm Israels seinen Anteil am verheißenen Land. Danach sorgte Gott für Frieden an den Grenzen zu Israel.

Als Josua alt geworden war, rief er das Volk Israel zusammen und erinnerte die Israeliten an ihre Verpflichtung, dem Bund zu gehorchen, den Gott mit ihnen am Berg Sinai geschlossen hatte. Das Volk gelobte, Gott treu zu bleiben und seine Gesetze zu befolgen.

Open Bible Stories © unfoldingWord · Biblische Geschichten: Dieter Zimmer · CC BY-SA 4.0

Illustrationen © Sweet Publishing (sweetpublishing.com) · CC BY-SA 3.0

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