Schwarzbärtig, mit goldenem Ohrring, blickt er zum Himmel.
Die Bibel in der Kunst · Psalmen
David: „O hätte ich Flügel wie Tauben, da ich flöge und wo bliebe!“ Psalm 55,6
Frederic Leighton · 1865
Cleveland Museum of Art
Frederic Leighton malte diese Leinwand 1865 in London und gab ihr einen Psalmvers als Titel. Sie ist etwa 122 Zentimeter breit und hängt heute in Cleveland.
Ein bärtiger König sitzt allein auf einem geschnitzten Stuhl an einer steinernen Brüstung und blickt hinauf in den Abendhimmel, wo eine weiße Taube davonfliegt. Unter ihm liegen dunkle Berge und die roten Mauern einer Stadt; eine goldene Krone liegt vergessen am Boden. Das Museum nimmt an, dass Leighton das Gemach über dem Stadttor meinte, in dem David um seinen Sohn Absalom trauerte.
Aus dem Text
- „O hätte ich Flügel wie Tauben, da ich flöge und wo bliebe!“ (Psalm 55,6)
- Die Überschrift des Psalms nennt David (Psalm 55,1)
- „Und in der Wüste bleiben“ (Psalm 55,7)
Vom Künstler
- David als König allein auf einer Terrasse – der Psalm nennt keinen Ort
- Ein goldener Ohrring, ein dunkles Gewand und ein orientalischer Teppich
- Die Krone, auf den Boden geworfen
- Die Verbindung des Psalms mit Davids Trauer um Absalom (2. Samuel 18,33) – die Deutung des Museums, nicht des Psalms
Details
Eine weiße Taube fliegt über die Wolken davon; ein dunkler Vogel folgt ihr.
Eine goldene Krone liegt achtlos am Boden.
Rote Mauern und Türme jenseits der Brüstung.
Dunkle Berge unter treibendem Nebel.
Frederic Leighton, British, 1830–1896. The Cleveland Museum of Art (Leonard C. Hanna Jr. Fund, 1986.74) · Oil on fabric · Cleveland Museum of Art Open Access: Collection API record "share_license_status": "CC0" (Creative Commons Zero, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/).
