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Biblische Geschichten · Geschichte 9 von 50

Gott beruft Mose

Die Geschichte in der Bibel

Nach dem Tod Josefs blieben alle seine Verwandten in Ägypten. Sie und ihre Nachkommen lebten weiter dort und bekamen viele Kinder. Sie wurden Israeliten genannt.

Nach einigen Jahrhunderten waren die Israeliten sehr zahlreich geworden. Die Ägypter erinnerten sich nicht mehr an Josef und an alles, was er für sie getan hatte, um ihnen zu helfen. Sie bekamen Angst vor den Israeliten, weil sie so viele waren. Deshalb machte der Pharao, der zu der Zeit über Ägypten herrschte, die Israeliten zu Sklaven der Ägypter.

Die Ägypter zwangen die Israeliten, viele Gebäude und sogar ganze Städte zu bauen. Die harte Arbeit machte ihnen das Leben schwer, aber Gott segnete sie, und sie bekamen noch mehr Kinder.

Als der Pharao bemerkte, dass die Israeliten immer mehr Kinder bekamen, befahl er seinem Volk, alle neugeborenen israelitischen Jungen in den Nil zu werfen und auf diese Weise zu töten.

Dann brachte eine israelitische Frau einen Sohn zur Welt. Sie und ihr Mann versteckten das Kind, so lange sie konnten.

Als die Eltern ihren Sohn nicht mehr länger verstecken konnten, setzten sie ihn in einem schwimmenden Korb im Schilf am Ufer des Nils aus, um ihn vor dem Tod zu retten. Seine ältere Schwester beobachtete, was mit ihm geschehen würde.

Eine Tochter des Pharao entdeckte den Korb und schaute hinein. Als sie das Kind sah, nahm sie es als ihr eigenes Kind an. Sie bezahlte eine israelitische Frau dafür, dass sie es stillte, ohne zu wissen, dass die Frau die Mutter des Kindes war. Als das Kind alt genug war und keine Muttermilch mehr brauchte, gab die Mutter es der Tochter des Pharao zurück. Diese gab dem Kind den Namen Mose.

Eines Tages – Mose war bereits erwachsen – sah er, wie ein Ägypter einen israelitischen Sklaven schlug. Er versuchte, ihm zu helfen.

Mose dachte, es würde ihn niemand beobachten. Er erschlug den Ägypter und begrub ihn. Aber jemand hatte gesehen, was Mose getan hatte.

Als der Pharao von Moses Tat hörte, versuchte er, Mose zu töten. Mose floh von Ägypten in die Wüste, wo er vor den Soldaten des Pharao in Sicherheit war.

Mose wurde ein Hirte in der Wüste, weit weg von Ägypten. Er heiratete eine Frau von dort und bekam zwei Söhne.

Als Mose eines Tages seine Schafe hütete, sah er einen brennenden Busch. Aber der Busch brannte nicht nieder. Mose trat näher, um den Busch besser beobachten zu können. Als er sich dem brennenden Busch näherte, hörte er Gott sagen: „Zieh deine Schuhe aus, Mose! Du stehst auf heiligem Boden.“

Weiter sagte Gott: „Ich habe gesehen, wie mein Volk leidet. Deshalb sende ich dich zum Pharao, damit du die Israeliten aus ihrer Sklaverei in Ägypten befreist. Ich will ihnen das Land Kanaan geben, das ich Abraham, Isaak und Jakob versprochen hatte."

Mose fragte: „Und wenn das Volk wissen will, wer mich geschickt hat, was soll ich dann antworten?“ „Ich bin, der ich bin“, sagte Gott. „Sag ihnen: ‚Derjenige, der ICH BIN heißt, hat mich zu euch gesandt.‘ Weiter sollst du ihnen sagen: ‚Ich bin der HERR, der Gott eurer Vorfahren Ab-raham, Isaak und Jakob.‘ Das ist für immer mein Name.“

Mose fürchtete sich und wollte nicht zum Pharao gehen, denn er dachte, er könne nicht gut reden. Deshalb schickte Gott Moses Bruder Aaron, um Mose zu helfen. Gott warnte Mose und Aaron davor, dass der Pharao starrsinnig sein würde.

Open Bible Stories © unfoldingWord · Biblische Geschichten: Dieter Zimmer · CC BY-SA 4.0

Illustrationen © Sweet Publishing (sweetpublishing.com) · CC BY-SA 3.0

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