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Biblische Geschichten · Geschichte 8 von 50

Gott rettet Josef und seine Familie

Die Geschichte in der Bibel

Viele Jahre später, als Jakob bereits alt geworden war, sandte er seinen Lieblingssohn Josef, um nach dessen Brüdern zu sehen. Josefs Brüder hüteten die Herden.

Die Brüder von Josef hassten ihn, weil ihr Vater ihn am meisten liebte und weil er einmal geträumt hatte, er würde über sie herrschen. Als Josef zu seinen Brüdern kam, nahmen sie ihn gefangen und verkauften ihn an Sklavenhändler.

Bevor sich Josefs Brüder auf den Heimweg machten, zerrissen sie Josefs Mantel und tauchten ihn in Schafsblut. Dann zeigten sie den Mantel ihrem Vater. Er sollte denken, ein wildes Tier habe Josef zerrissen. Jakob war sehr traurig.

Die Sklavenhändler brachten Josef nach Ägypten. Ägypten war ein großes und mächtiges Land am Nils. Die Händler verkauften Josef als Sklaven an einen reichen Regierungsbeamten. Josef diente seinem Herrn gut, und Gott segnete Josef.

Die Frau von Josefs Herrn wollte mit ihm schlafen, aber Josef weigerte sich, so gegen Gott zu sündigen. Da wurde sie zornig und beschuldigte Josef fälschlicherweise, damit er verhaftet würde und ins Gefängnis käme. Selbst im Gefängnis blieb Josef Gott treu, und Gott segnete ihn.

Zwei Jahre später war Josef immer noch im Gefängnis, obwohl er unschuldig war. Eines Nachts hatte der Pharao (so nannten die Ägypter ihren König) zwei Träume, die ihn sehr beunruhigten. Niemand von seinen Beratern konnte ihm die Bedeutung der Träume erklären.

Gott hatte Josef die Gabe verliehen, Träume zu deuten. Deshalb ließ der Pharao ihn aus dem Gefängnis holen. Josef deutete dem Pharao die Träume: „Gott lässt sieben Jahre mit überreichen Ernten kommen“, sagte er. „Danach kommen sieben Hungerjahre.“

Der Pharao war von Josef so beeindruckt, dass er ihn zum zweitmächtigsten Mann von ganz Ägypten machte.

Josef sagte den Menschen, sie sollten während der sieben guten Erntejahren große Mengen an Getreide ansammeln. Nach Beginn der sieben Hungerjahre verkaufte er dann das Getreide an die Menschen, damit sie genug zu essen hätten.

Die Hungersnot war groß – nicht nur in Ägypten, sondern auch in Kanaan, wo Jakob und seine Familie lebten.

Deshalb sandte Jakob seine älteren Söhne nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Als die Brüder vor Josef standen, um Getreide einzukaufen, erkannten sie Josef nicht. Aber Josef erkannte sie.

Josef stellte seine Brüder auf die Probe, um zu sehen, ob sie sich geändert hätten. Dann sagte er zu ihnen: „Ich bin Josef, euer Bruder! Habt keine Angst! Ihr habt versucht, Böses zu tun, als ihr mich als Sklaven verkauft habt, aber Gott gebrauchte das Böse zum Guten. Kommt und bleibt in Ägypten. Dann kann ich für euch und eure Familien sorgen.“

Als Josefs Brüder wieder nach Hause kamen und ihrem Vater Jakob erzählten, dass Josef noch lebt, war dieser überglücklich.

Obwohl Jakob schon alt war, zog er mit seiner ganzen Familie nach Ägypten, und alle blieben dort wohnen. Bevor Jakob starb, segnete er jeden seiner Söhne.

Die Bundeszusagen, die Gott Abraham gegeben hatte, gingen auf Isaak, danach auf Jakob und dann auf die zwölf Söhne Jakobs und deren Familien über. Aus den Nachkommen der zwölf Söhne entstanden die zwölf Stämme des Volkes Israel.

Open Bible Stories © unfoldingWord · Biblische Geschichten: Dieter Zimmer · CC BY-SA 4.0

Illustrationen © Sweet Publishing (sweetpublishing.com) · CC BY-SA 3.0

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