Geflochtene Zweige mit Dornen und Blutstropfen auf der Stirn.
Die Bibel in der Kunst · Johannes
Christus wird dem Volk vorgeführt (Ecce Homo)
Sodoma · ca. 1540–49
Metropolitan Museum of Art, New York
Sodoma – der Beiname des im Piemont geborenen Giovanni Antonio Bazzi – verbrachte den größten Teil seines Lebens in Siena, wo er dieses späte Werk in den 1540er-Jahren malte. Es ist eine Nahaufnahme: kein Palast, keine Menge, nur Köpfe und Schultern, die eine fast quadratische Leinwand füllen.
Jesus, mit Dornen gekrönt und bis zur Hüfte entblößt, senkt den Blick. Ein bärtiger Mann mit Turban legt ihm eine Hand auf die Schulter, als zeige er ihn dem Volk; auf der anderen Seite beugt sich grinsend ein Mann mit einer roten Federmütze herein.
Aus dem Text
- Pilatus ließ ihn geißeln (Johannes 19,1)
- Die Kriegsknechte flochten eine Krone aus Dornen (Johannes 19,2)
- „Sehet, welch ein Mensch!“ (Johannes 19,5)
Vom Künstler
- Kein Purpurkleid – Jesus ist bis zur Hüfte entblößt dargestellt
- Ein Mann mit Turban und pelzgefüttertem Mantel, eine Kleidung, die die Maler jener Zeit Gestalten aus dem Orient gaben
- Ein Spötter mit einer Federmütze aus dem Italien des 16. Jahrhunderts
Details
Den Blick gesenkt, den Mund leicht geöffnet.
Bärtig, mit gestreiftem Turban und pelzgefüttertem Mantel; seine Hand ruht auf Jesu Schulter.
Ein Mann mit roter Federmütze beugt sich grinsend herein.
Ein Strick um das Handgelenk geknotet.
Sodoma (Giovanni Antonio Bazzi), Italian, Vercelli 1477–1549 Siena. The Metropolitan Museum of Art, New York (Gift of Asbjorn R. Lunde, in memory of his parents, Karl and Elisa Lunde, 1996; acc. 1996.261) · Oil on canvas · Public Domain — The Met Open Access (CC0). The Met Collection API record: "isPublicDomain": true; The Met marks such works on its website "with the Creative Commons Zero (CC0) icon".
