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Die Bibel in der Kunst › Lukas

Der Vater empfängt den verlorenen Sohn, Gustave Doré

Die Bibel in der Kunst · Lukas

Der Vater empfängt den verlorenen Sohn

Gustave Doré · 1866 (designs for La Sainte Bible, Tours); this printing 1873–1874
Polnische Nationalbibliothek, Warschau

Dorés zweite Tafel zum verlorenen Sohn zeigt die Begegnung selbst. Sie wurde in einen Hirnholzblock aus Buchsbaum geschnitten, dem harten Holz, das den Stechern so feine, dichte Linien erlaubte.

Der alte Vater in reichem gestreiftem Mantel hält seinen knienden Sohn und blickt zum Himmel. Der Sohn klammert sich an ihn, sein Stab ist auf den Weg gefallen. Ringsum laufen Knechte mit winkenden Armen herbei, Hunde springen, eine Frau mit einem Krug auf der Schulter sieht zu, und Kamele und Palmen stehen am Rand einer Wüstenstadt.

Aus dem Text

  • „Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn“ (Lukas 15,20)
  • Er „lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn“ (Lukas 15,20)
  • „Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an“ (Lukas 15,22)

Vom Künstler

  • Ein orientalisches Dorf aus Dorés Fantasie, mit Kamelen, Palmen und laufenden Hunden
  • Knechte, die schon herbeieilen, bevor der Vater sie ruft
  • Der Mantel des Vaters mit Quasten und gemusterter Borte

Details

Vater und Sohn

Der Vater hält seinen knienden Sohn und hebt das Gesicht zum Himmel.

Der gefallene Stab

Der Wanderstab des Sohnes liegt auf dem Weg.

Laufende Knechte

Männer mit Hirtenstäben laufen mit erhobenen Armen herbei.

Eine Frau mit Krug

Sie bleibt mit einem Krug auf der Schulter stehen und sieht zu.

Gustave Doré, French, 1832–1883. National Library of Poland (Biblioteka Narodowa), Warsaw — «Pismo Święte Starego i Nowego Testamentu», vol. 2, Warsaw: M. Glücksberg, 1874 (acc. 75.267 A) · Wood engraving after Gustave Doré’s design · National Library of Poland (Polona): the record of the volume gives the licence «Domena Publiczna» (Public Domain), «copyrightProtected»: false; the scan was uploaded to Wikimedia Commons by the library itself («Polona Upload», GLAM-Wiki partnership: “This file was uploaded to Wikimedia Commons as part of a GLAM-Wiki partnership between the National Library of Poland and Wikimedia Polska”), linking its Polona record.