
Viele Jahre später starb David, und sein Sohn Salomo trat die Herrschaft über Israel an. Gott sprach zu Salomo und fragte ihn: „Was hättest du gerne am liebsten?“ Als Salomo um Weisheit bat, hatte Gott Gefallen daran, und er machte ihn zum weisesten Mann der Welt. Salomo lernte vieles und war ein weiser Richter. Gott ab ihm auch einen großen Reichtum.

Er baute den Tempel in Jerusalem, den sein Vater David schon geplant hatte und für den dieser bereits Material gesammelt hatte. Das Volk betete Gott von nun an im Tempel an und brachte ihm dort Opfer dar anstatt im Zelt der Zusammenkunft. Gott kam und war im Tempel gegenwärtig, und er lebte so mitten unter seinem Volk.

Aber Salomo hatte Frauen aus anderen Ländern gern. Er gehorchte Gott nicht und heiratete viele, zusammen ungefähr 1.000 dieser Frauen! Viele von ihnen waren aus fremden Ländern und brachten ihre Götter mit und beteten diese auch weiter an. Als Salomo alt wurde, betete auch er ihre Götter an.

Gott wurde zornig auf Salomo, und als Strafe für Salomos Untreue kündigte er an: „Wenn du gestorben bist, werde ich das Volk Israel in zwei Reiche teilen.“

Dann starb Salomo, und sein Sohn Rehabeam wurde König. Rehabeam war ein törichter Mann. Alle Angehörigen des Volkes Israel kamen zusammen, um ihn als König zu bestätigen. Sie beschwerten sich aber bei ihm, dass ihnen Salomo viel und schwere Arbeit auferlegt hatte und dass sie hohe Steuern zahlen mussten.

Rehabeam erwiderte töricht: „Ihr glaubt, mein Vater hätte euch hart arbeiten lassen. Ich werde euch noch härter arbeiten lassen als er, und ich werde euch noch härter strafen als er.“

Daraufhin lehnten sich zehn der Stämme Israels gegen Rehabeam auf. Nur zwei Stämme hielten ihm weiter die Treue. Aus diesen zwei Stämmen wurde das Reich Juda.

Die anderen zehn Stämme des Volkes Israel, die sich gegen Rehabeam aufgelehnt hatten, ernannten einen Mann namens Jerobeam zu ihrem König und errichteten im nördlichen Teil des Landes ihr Reich. Man nannte sie das Reich Israel.

Jerobeam lehnte sich gegen Gott auf und verführte das Volk zur Sünde. Er stellte zwei Götzenbilder her, die sein Volk anbeten sollte. Es sollte Gott nicht mehr im Tempel im Reich Juda verehren.

Die Reiche Juda und Israel wurden eins des anderen Feind und kämpften oft gegeneinander.

Im neuen Reich Israel waren alle Könige böse. Viele von ihnen wurden von anderen Israeliten getötet, die gerne an ihrer Stelle König werden wollten.

Alle Könige und die meisten Menschen im Reich Israel beteten die Götzen an. Ihr Götzendienst umfasste häufig auch sexuelle Unmoral und manchmal sogar Kinderopfer.

Die Könige von Juda waren Nachkommen Davids. Einige von ihnen waren gute Menschen, die gerecht regierten und Gott anbeteten. Aber die Meisten von ihnen waren böse und verdorben und beteten die Götzen an. Einige brachten den falschen Göttern sogar ihre eigenen Kinder als Opfer dar. Die meisten Menschen in Juda lehnten sich ebenfalls gegen Gott auf und beteten andere Götter an.



