Er steht still und blickt auf die Schwestern hinab.
Die Bibel in der Kunst · Johannes
Christus begegnet Martha und Maria nach dem Tod des Lazarus
Rembrandt · c. 1662–65
Cleveland Museum of Art
Eine späte Zeichnung mit Rohrfeder, brauner Tinte und Lavierung, um 1662–65 entstanden; die Forschung zählt sie heute zu Rembrandts seltenen Zeichnungen aus seinen letzten Jahren. Die breiten, rauen Striche der Rohrfeder sind typisch für diese Zeit.
Jesus steht ruhig und aufrecht da. Vor ihm kniet eine Schwester mit nach vorn geworfenen Armen, und die andere liegt zu seinen Füßen. Über der knienden Schwester deckte Rembrandt eine stehende Gestalt mit weißer Farbe zu.
Aus dem Text
- Martha geht ihm entgegen (Johannes 11,20)
- „Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Füßen“ (Johannes 11,32)
- Auch die Juden, die mit ihr kamen, weinen (Johannes 11,33)
Vom Künstler
- Beide Schwestern zusammen zu seinen Füßen – bei Johannes kommen sie nacheinander
- Zuschauer mit Turbanen rechts
Details
Eine Schwester kniet mit ausgeworfenen Armen; ihre Hände sind mehrmals gezeichnet.
Die zweite Schwester liegt mit dem Gesicht am Boden.
Weiße Farbe verdeckt eine stehende Gestalt, über die Rembrandt anders dachte.
Rembrandt van Rijn (Dutch, 1606–1669). The Cleveland Museum of Art (Leonard C. Hanna Jr. Fund, 1962.116) · Reed pen and brown ink and wash, heightened with white gouache (in the heads of the kneeling figures) · Cleveland Museum of Art Open Access: Collection API record "share_license_status": "CC0" (Creative Commons Zero, https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/).
