Orthodox · † 1494
Seliger Johannes, Narr in Christo, von Ustjug
Gedenktag: 11. Juni (29. Mai (alter Stil))
Leben
Johannes wurde im Dorf Puchowo bei Weliki Ustjug im hohen Norden der Rus als Sohn von Sawwa und Natalia geboren. Von Kindheit an aß er mittwochs und freitags nichts und sonst nur Brot und Wasser. Nach dem Tod seines Vaters wurde seine Mutter Nonne und dann Äbtissin, doch Johannes wählte das Leben eines „Narren um Christi willen“, der in der Öffentlichkeit den Narren spielt, um seine eigene Frömmigkeit zu verbergen.
Er ließ sich bei der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Ustjug nieder, betete die Nacht hindurch und lief tagsüber halbnackt durch die Straßen und ertrug Spott und Schläge. Seine Vita erzählt, er habe im Winter unversehrt auf den Kohlen eines heißen Ofens gelegen. Er starb am 29. Mai 1494 und wurde bei der Kathedrale begraben.
Kurz in eigenen Worten nacherzählt nach: die Heiligenleben des hl. Dimitri von Rostow (1902–1916).
Die Gedenktage des Tages: Ponomar (ponomar.net), CC BY-SA 3.0.
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